Zum Inhaltsbereich springen

Jüdisches Bethaus

Das Bethaus in der Klagenfurter Platzgasse war einst das Zentrum des kulturellen und religiösen jüdischen Lebens in der Landeshauptstadt.
Von 9. auf den 10. November 1938 brannten die Nazis in Deutschland und Österreich  über 1.400 Synagogen und Veranstaltungsräume, jüdische Friedhöfe nieder,  verwüsteten tausende Geschäfte und Wohnungen, ermordeten 400 Menschen oder trieben sie in den Selbstmord. 
Auch das 1905 errichtete jüdische Bethaus in der Platzgasse November wurde verwüstet, Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg zerstörten es komplett.  
Die Stadt errichtete an dieser Stelle eine würdige Gedenkstätte.

Das Novemberprogrom war auch in Klagenfurt der Auftakt zur Vertreibung und Ermordung der jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen.
Seit 1988 gab es für das jüdische Bethaus und den Leidensweg der Klagenfurter Juden einen Gedenkstein, 2015 wurde eine frei zugängliche, würdige Gedenkstätte mit beleuchteten Stelen sowie Bildern und Texten zur Geschichte dieses Zentrums des jüdischen Lebens in Klagenfurt, errichtet.

„Antisemitismus darf keinen Platz haben"

„Die Erinnerung darf nie enden. Sie muss künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.Die Erinnerung soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedanken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken. Antisemitismus darf auch in Zukunft keinen Platz in unserer Gesellschaft haben“,  erklärte die Bürgermeisterin bei der Übergabe der Gedenkstätte eindringlich.
Ein Dank der Stadt gilt den Tierärztefamilien Dr. Zuzzi-Krebitz und Dr. Krebitz-Gressl, auf deren Grund die neue Gedenkstätte Platz gefunden hat.
Finanziert wurde die Gedenkstätte von der Stadt Klagenfurt mit Unterstützung des Landes Kärnten.

Scrolle nach oben