Holocaust-Gedenktag 2013

Zum erstenmal gedachte die Stadt Klagenfurt am Internationalen Holocaust-Gedenktag mit einer Matinée den Opfern der Nazi-Gräueltaten.

"Man kann nichts ungeschehen machen, aber das Mahnen und Erinnern, wohin Rassenwahn und Unmenschlichkeit führen können, ist oberste Aufgabe um den Anfängen zu wehren", waren sich die vielen Besucher des offiziellen Kärntens einig.

"Lebende Skelette, es war als hätte sich ein Massengrab geöffnet“, holte Univ.Prof. Dr. Peter Gstettner vom Kärntner Mauthausen-Komitee mit Aufzeichnungen von Lagerinsassen, die die Befreiunng von Mauthausen am 5. Mai schilderten, das Grauen in die Gegenwart. Eine Lesung aus dem Buch „Die Freiheit kam  im Mai“ des griechischen Schriftstellers Iavokos Kambanellis und
Olga Kessa­ris, die begleitet von Klavier und Bouzouki die von Mikis Theodorakis vertonte Mauthausen-Cantata, ebenfalls von Kambanellis, sang, machten diese erste Gedenkveranstaltung der Stadt zu etwas ganz Besonderen. Iavakos Kambanellis zählt zu den bekannntesten Schriftstellern und Drehbuchautoren in Griechenland und hat das Vernichtungslager Mauthausen überlebt.

Als Zeitzeuge war Dušan Stefančič aus Slowenien, Mauthausen-Überlebender und Präsident des Internationalen Mauthausen-Komitees gekommen. Sein Wunsch: Die Erinnerungen an die nächsten Generationen weitergeben, denn „so etwas wie die Gräuel des 20. Jahrhunderts darf nie, nie wieder passieren“.
Auch Nachkommen deportierter jüdischer Mitbürger verfolgten die Gedenkverstanstaltung so wie Felice Greussing-Preis, deren Onkel, Tante, Cousin und Cousine (als Kinder) in den Vernichtungslager ermordet wurden und an die heute in Klagenfurt Stolpersteine erinnern.