Holocaust-Gedenktag 2014

Der Holocaust-Gedenktag 2014 der Landeshauptstadt Klagenfurt war geprägt von den Kinderzeichnungen Manfred Bockelmann, großformatige Zeichnungen  von Kindern, die in den Vernichtungslagern der Nazis ermordet wurden. Ihre Gesichter begleiteten durch die Matinée.
Im vollbesetzten Saal des Napoleonstadls wurden von den Schülern und Schülerinnen Biographien ermordeter KZ-Häftlinge gelesen.
Ernst Grube, KZ-Überlebender und stellvertrender Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau thematisierte, wie lange es in Deutschland und Österreich gebraucht habe, bis man mit der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen begonnen habe.
„Das gesellschaftliche Erinnern aber ist heute notwendiger denn je, die Wissensvermittlung, das Aufzeigen, dass diese Verbrechen auch damals einen Ausgangspunkt, einen Anfang und einen gesellschaftlichen Nährboden gehabt haben“.
Dem wachsenden Rechtsextremismus, dem Antisemitismus, dem menschenverachtenden Umgang mit Flüchtlingen („das Wort Überfremdung kommt aus der Nazi-Terminologie“, so Grube) könne man nur durch die Stärkung der Menschenrechte für alle  begegnen.
 „Unser Erbe heißt Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus“ appellierte der 82-jährige, der als Kind ins KZ kam und dieses überlebte.
„Diese Gesichter von Kindern, die einfach ermordet und vergessen wurden“,  zeigte sich der 101-jährige Marko Feingold, Überlebender von vier Konzentrationslagern erschüttert von den Bockelmann-Zeichnungen, und stellte fest dass nur mit vielen Initiativen Vergessenes, Verdrängtes wieder bewusst gemacht wird.