Holocaust - Gedenktag 2015

Die dritte Gedenkmatinée der Stadt Klagenfurt fand im Künstlerhaus Klagenfurt statt. Jugend und Zeitzeugen arbeiteten gemeinsam das wohl schrecklichste Kapitel der Geschichte auf.
Als Zeitzeugin kam  Helga Pollak-Kinsky (84). Als 12-jährige war sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert worden, überlebte die Konzentrationslager Auschwitz und Flossenbürg.  Die schrecklichen Erlebnisse in einem Tagebuch fest. Dieses war eine der Grundlagen für das Buch die „Die Mädchen von Zimmer 28. Freundschaft, Hoffnung und Überleben in Theresienstadt“ . Im vergangenem Jahr erschien dann dieses Tagebuch ergänzt mit historischen Fakten und Gesprächen unter dem Titel „Mein Theresienstädter Tagebuch 1943-1944 und die Aufzeichnungen meines Vaters Otto Pollak“.  Pollak-Kinsky zeigte in berührenden Worten, welche physische und psychische Kraft diese Kinder aufbringen mußten um zu überleben und nach dem Krieg ein neues Leben zu finden.
Auszüge aus dem Tagebuch wurden von Schülern und Schülerinnen des Klagenfurter Lerchenfeldgymansiums gelesen.
Die Klassen 7a und 7b dieser Schule haben sich auch künstlerisch mit dem Tagebuch beschäftigt und 16 vierteilige Druckgrafiken angefertigt. Als Vorlage verwendeten sie Porträts von Mädchen aus dem Zimmer 28 im Ghetto Theresienstadt. Von rund 60 der jungen Menschen in diesem Zimmer haben nur 15 Mädchen überlebt. Ihre Poträts begleiteten durch die dritte Gedenkveranstaltung der Stadt.