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Holocaust-Gedenktag 2016

Bei der vierten Holocaust-Gedenkmatinee der Landeshauptstadt Klagenfurt kam der 91jährige Ari Rath als Hauptredner ins Künstlerhaus.  ER musste als 13jähriger vor den Nazis aus Österreich flüchten und erzählte den vielen anwesenden Schülerinnen und Schülern und Pädagogen von seinen Erinnerungen an schreckliche Zeiten.

Rath, Journalist und Buchautor konnte nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland mit einem Kindertransport nach Palästina flüchten. Er war lange Chefredakteur und Herausgeber der Jerusalem Post, arbeitet jetzt als freier Publizist. Er schilderte wie mit dem Anschluss 195.000 österreichische Juden über Nacht vom Mensch zum Unmensch erklärt wurden, wie niemand gegen die Plünderungen protestiert hat, die jüdischen Mitbürger verfolgt und verhaftet wurden.
„Die Gefahr ist nicht gebannt, wir müssen wachsam sein. Ich bin sehr dankbar für solche Veranstaltungen wie sie die Stadt Klagenfurt organisiert. Nur wenn wir an das Schlimmste erinnern, können wir eine Wiederholung hoffentlich verhindern. Bitte mahnen Sie immer weiter gegen das Vergessen“ bat Ari Rath mit eindringlichen Worten. 

Ari Rath trug sich anschließend in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Klagenfurt ein.

Musikalisch begleitete die Matinée das Duo Masis mit Karen Asatrian und Anna Hakobyan. Die beiden spielten Musik aus dem Film „Schindlers Liste“ aber auch Stücke mit denen die Vertreibung und Ermordung von 1,5 Millionen Armeniern thematisiert wird.
Mit großem Interesse folgten zwei Gedenkdiener der Veranstaltung. Sie leisten ihren Zivildienst in Holocaust-Gedenkstätten ab.

Blick in die Besucherreihen, das Künstlerhaus war bis auf den letzten Platz gefüllt.©StadtPresse/Fritz
Der 91jährige Ari Rath trägt sich ins Goldene Buch ein, neben ihm Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz und Univ.Prof. Dr. Peter Gstettner.©StadtPresse/Fritz
Karen Asatrian und Anna Hakobyan mit Geige und Piano. ©StadtPresse/Fritz
Dr. Peter Gstettner, Maximillian Hopfgartner (Gedenkdiener), Bgm.in Dr.Maria-Luise Mathiaschitz, Ari Rath, Alexander Weiskopf (Gedenkdiener) bei der Matinée der Stadt. ©StadtPresse/Fritz
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