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Stolpersteine 2014

Georg Lexer

1888 – 8. August 1944, ermordet im KZ Buchenwald
Stolperstein Bahnweg 21
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Georg Lexer war Gendarmerie-Postenkommandant in Klagenfurt. Ihm wurde der Tod von zwei Juliputschisten angelastet, das Verfahren gegen Lexer wurde aber eingestellt. Er wurde später dennoch von Gestapobeamten ins Polizeigefängnis St. Ruprecht gebracht, 1938 ins Konzentratioinslager Buchenwald deportiert, wo er am 3.8.1941 erschossen wurde.

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Stefanie Laimgruber

1912 – 1944, ermordet im Schloss Hartheim
Stolperstein Bahnhofstraße 44
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Stefanie Laimgruber war Euthanasieopfer. Wegen einer schizophrenen Erkrankung wurde sie 1932 in der Psychiatrie in Klagenfurt aufgenommen, kam 1940 mit einem Frauentransport nach Linz/Niedernhard. Sie wurde weiter nach Schloss Hartheim überstellt, wo beeinträchtigte Menschen getötet wurden. Stefanie Laimgruber wurde hier 1940 ermordet.

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Leon Linker

1907 – 1941, auf der Flucht erschossen

Hedwig Linker

1914 – 1942, ermordet im KZ Sajmiste bei Belgrad

Eva Linker

1938 – 1942, ermordet im KZ Sajmiste bei Belgrad

Stolpersteine Gabelsbergerstraße 22,    auf Stadtplan zeigen

Die Linkers waren eine alteingesessene, jüdische Familie, bekannte Fellhändler. Leon Linker wurde 1941 auf der Flucht in Jugoslawien im Zuge einer Vergeltungsaktion erschossen, Frau Hedwig und die vierjährige Tochter Eva Linker kamen 1942 im KZ Sajmiste bei Belgrad ums Leben.

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Regine Linker

1871 – 1940, auf der Flucht in Wien gestorben

Samuel Linker

1876 – 1940, ermordet im KZ Buchenwald

Stolpersteine Bäckergasse 10
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Regine und Samuel Linker gehörten ebenfalls zur alteingesessenen, jüdischen Familie. Nach dem Anschluss flüchteten sie nach Wien und wollten von hier nach Palästina emigrieren. Samuel wurde in Wien verhaftet, nach Buchenwald deportiert, im Februar 1940 ermordet. Regine starb im Jänner 1940 in Wien.

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Karl Strauß

1896 – 1945, gestorben im KZ Dachau
Stolperstein Perlengasse 30 
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Karl Strauß, geboren 1896, war Sozialdemokrat und gehörte einer kleinen Widerstandsgruppe an. Als Partisanen verkleidete Gestapo-Männer hoben die Widerstandsgruppe bei einem Treffen aus, misshandelten sie und nahmen sie in Gestapohaft. Karl Strauß wurde ins KZ Dachau deportiert, wo er laut Zeugenberichten im April 1945 an einer Typhuserkrankung zugrunde ging.

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Walter Tollinger

1901 – 1944, ermordet in der Justizanstalt Graz
Stolperstein Alter Platz 1
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Walter Tollinger war Künstler und Fotograf. Er galt als kritischer Geist, der seine Ablehnung gegen den Nationalsozialismus in der Öffentlichkeit bekundete. Verhaftung im April 1944 in Klagenfurt. Am Oberlandesgericht Graz wurde Tollinger zum Tode verurteilt und am 8.12.1944 in der Justizanstalt Graz-Jakomini hingerichtet.

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Josef Logar

1915 – 1944, hingerichtet in Graz
Stolperstein Villacher Straße 1
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Josef Logar, geboren in Vellach/Kärnten, war Magazineur in der Heeresstandverwaltung Klagenfurt. 1944 wurde er wegen Hochverrats verhaftet, er soll Partisanen kriegswichtige Anlagepläne zugespielt haben. Am 7. April 1945 wird er  in der Belgierkaserne in Graz hingerichtet. 

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Ella Ostermann

1869 – 1942, ermordet im Vernichtungslager Treblinka
Stolperstein St. Veiter Straße 4
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Ella Ostermann, geboren in Galizien, kam aus einer alteingesessenen, jüdischen Familie und betrieb eine Gemischtwarenhandlung in Klagenfurt. Nach dem Anschluss flüchtete sie nach Wien, wurde verhaftet, kam 1942 ins Ghetto Theresienstadt wurde im September 1942 ins Vernichtungslager Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.

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Anton Falle

1886 – 1945, gestorben im KZ Dachau
Stolperstein Harbacher Straße 19
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Anton Falle war Sozialdemokrat mit politischen Funktionen, Kärntner Slowene. Seiner Gesinnung wegen wurde er nach dem Attentatsversuch auf Adolf Hitler verhaftet und ins KZ Dachau gebracht. Dort verstarb er am 15.1.1945 an einem Lungenemphysem.
Für Falle wurden zwei Steine verlegt, einer in deutscher, einer in slowenischer Sprache.

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