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Arbeitsmarkt

Die Arbeitsmarktstatistik liefert Informationen zu Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften. Monatlich wertet das Arbeitsmarktservice Kärnten (AMS) die Arbeitslosenzahlen und die Zahl der offenen Stellen für Klagenfurt-Stadt aus. Jeweils am Monatsende werden stichtagsbezogen der Bestand an als arbeitslos vorgemerkten Personen und die dem AMS gemeldete Zahl der freien Arbeitsplätze erfasst.

2017 entwickelte sich der Klagenfurter Arbeitsmarkt positiv. Die leichte Entspannung zeigt sich daran, dass in fast allen Monaten die Arbeitslosenzahlen unter denjenigen der Vergleichsmonate des Jahres 2016 lagen. Im Jahresdurchschnitt waren 2.951 Männer und 2.317 Frauen (2016: 3.111 bzw. 2.400) arbeitslos gemeldet, insgesamt 5.268 Personen. Der durchschnittliche Arbeitslosenbestand ging damit im Vergleich zum Vorjahr um 244 bzw. 4,4% zurück. Hinzu kommen noch durchschnittlich 822 Personen in Schulung. Auch die Zahl der offenen Stellen nahm zu. Waren es 2016 im Mittel 508, so stieg diese Zahl im Jahr 2017 auf 773, d.h. es kamen rund 7 Arbeitssuchende auf eine angebotene Stelle.

Von der Abnahme der Arbeitslosigkeit konnten sowohl Frauen (-3,5%) als auch Männer (-5,2%) profitieren. Über das Jahr gesehen gibt es deutliche Schwankungen im Verlauf der Arbeitslosenzahlen. Das Maximum lag im Jänner bei 6.527 Arbeitslosen, gefolgt vom Feber (6.093) und Dezember (6.005). In den Wintermonaten kommt es immer - saisonbedingt - zu einem starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Im Juni, dem Monat mit der geringsten Arbeitslosigkeit, waren 4.653 Personen auf Jobsuche.

Während es bei den Jugendlichen und der Altersgruppe der 25- bis 49-Jährigen deutliche Rückgänge gegenüber dem Vorjahr gegeben hat, stieg die Zahl der arbeitslosen 50+-Jährigen. Im Jahresdurchschnitt waren 519 unter 25-Jährige als arbeitslos vorgemerkt, was einem Minus von 16,6% entspricht. Bei den Älteren hingegen gab es ein Plus von 5,7% auf 1.515.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen (über 6 Monate), ebenfalls ein Indikator für den Arbeitsmarkt, hat sich im Jahresdurchschnitt geringfügig um 0,3% auf 2.004 erhöht. Betrachtet man jedoch nur die Langzeitarbeitslosen, die mehr als ein Jahr ohne Arbeit waren, so gab es eine Steigerung um 10,2% auf 1.069.

Die Zahl der jobsuchenden Akademiker, die mit Beginn der Sommerferien meist ansteigt und in den Folgemonaten etwas zurückgeht, erreichte 2017 im August ihren Höchststand (428). Im Jahresdurchschnitt waren 257 Akademikerinnen und 154 Akademiker arbeitslos gemeldet, um jeweils 4,2% weniger als 2016. Ihr Anteil an den Arbeitslosen beträgt im Mittel 7,8%.

Differenziert man nach Ausbildungsgrad zeigt sich, dass jeder zweite vorgemerkte Arbeitslose nur einen Pflicht­schul­abschluss aufweist, ein Drittel hat eine Lehre oder mittlere Ausbildung absolviert und nicht ganz jeder Zehnte hat eine Matura.

 

Die Zahl der Lehrstellensuchenden lag im Jahresdurchschnitt bei 133 und damit um 6,3% unter dem Vorjahreswert. Die meisten Lehrstellen­such­en­­den gab es im Juli (182). Durchschnittlich wurden 57 offene Lehrstellen angeboten und damit doppelt so viele wie 2016. Das größte Lehrstellenangebot gab es im September (75).

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