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Von der Stadt Klagenfurt wurde für die EURO 2008 ein umfangreiches Behördenkonzept erstellt. In diesem Konzept sind sämtliche Behördenverfahren unter einem gemeinsamen Hut vereint. Das Konzept, für das Mag. Karin Zarikian, Leiterin der Abteilung Baurecht und Gewerberecht verantwortlich zeichnet, wurde nun im Beisein von Bürgermeister Harald Scheucher und OK-Chef DI Manfred Pock präsentiert.
Grundsätzlich wurd die Stadt in diverse kritische Zonen unterteilt. Kernzonen sind dabei die beiden Fanzonen Messe und Neuer Platz, die Fanmeile samt erweiterter Fanmeile Innenstadt, das Stadionumfeld inklusive Teile von Waidmannsdorf, der Europapark sowie Bahnhof und Flughafen. "Das Konzept der Behörde beruht auf den Schwerpunkten Prävention, der Erlassung einer ortspolizeilichen Verordnung, der Kontrolle und der Durchsetzung durch mobile Einsatztruppen, dem Krisenteam bei Katastrophenalarm sowie einer Behörden-Hotline", so Mag. Zarikian. Bei der Prävention etwa wurden alle laufenden Baustellen besichtigt und Erhebungen durchgeführt, um eventuelle Gefahrenquellen auszuschalten. Oder es wurden während der EM keine Tiefbau- und Straßenbauarbeiten zugelassen. Die ortspolizeiliche Verordnung etwa enthält das Spirituosenverbot auf öffentlichen Flächen, das Glas- und Dosenverbot auf öffentlichen Flächen, ein Baustellensicherungsgebot oder die Vorschrift zur Entfernung oder Befestigung von Gegenständen, die als Wurfgeschoss verwendet werden können.
Die zwei wesentlichen Punkte bei der Kontrolle und Durchsetzung sind die Präsenz mobiler behördlicher Einsatztruppen (MET) und die Unterstützung durch mobile technische Einsatztruppen (TET). Die MET etwa rückt aus, wenn irgendwo Papierkörbe auf der Straße entleert oder Blumen ausgerissen werden, wenn verdorbene Lebensmittel im Umlauf sind, bei Lärmerregung oder bei illegaler Prostitution. Und die TET kann angefordert werden, wenn z. B. eine Auslagenscheibe zu Bruch geht und man schnell eine Verplankung benötigt um Plünderungen zu vermeiden. "Beide Einsatztruppen haben ihren Sitz der Stadtgartenzentrale in der Pulverturmstraße", so Mag. Zarikian.
Im Behördenkonzept enthalten sind auch sämtliche Genehmigungen für diverse Veranstaltungen. Neben Innenstadt, Stadion, Messe und Europapark gibt es noch kleinere und größere Public Viewing-Aktivitäte in der Schleppe Eventhalle, in der Wiegelegasse, beim Gasthof Pondrosa oder am Bahnhofsvorplatz. Ebenfalls behördlich geregelt wurden die Campingplätze. Insgesamt gibt es vier Campingplätze (STW Strandbad, STW Beachvolleyballplatz, Maximilianstraße und Wiegelegasse). "Um wildes Campieren zu vermeiden, werden Security-Patrouillen in fanmeilennahen Grünanlagen eingesetzt", betonte Zarikian. Außerdem gibt es stadtgarteneigene Patrouillen in den restlichen Grünanlagen der Stadt.
Und ein wichtiges behördliches Verfahren war auch die Regelung der Sperrzeiten. So dürfen Lokal von 6 bis 4 Uhr früh, Gastgärten bis 24 Uhr geöffnet halten.
Foto: Stadtpresse/Burgstaller

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