Auch im Verkehrsbereich ist Klagenfurt gut auf die Fußball-Europameisterschaft vorbereitet. Die Konzepte wurden jetzt präsentiert.
Parkplätze für die motorisierten Gäste, Shuttle für die Fans die per Bahn und Flieger anreisen, Verstärkung der Busse, Fahrgenehmigungen für Anrainer - alles wurde bedacht und alles ist noch immer flexibel an neue Anforderungen anzupassen.
"Das Konzept ist in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und der UEFA erarbeitet worden, ist natürlich erweiterbar, veränderbar. Wir müssen schließlich flexibel auf alle Anforderungen reagieren können", sind für OK-Chef Manfred Pock weitere Anpassungen - wenn nötig - selbstverständlich.
DI Alexander Sadila, Leiter Projektgruppe Verkehr im Irganisationskomitee skizzierte, dass der motorisierte Verkehr unterteilt nach Stadienbesuchern und Public Viewing-Besuchern gelenkt wird. Stadionbesucher, die mit Autos und Bussen anreisen, werden ausnahmslos über den Autobahnknoten West/Minimundus zu den vorgesehenen Parkplätzen geleitet, Besucher der Fanzonen/Public Viewing, kommen über den Autobahnknoten Ost zu ihren Parkplätzen. Shuttleangebote stehen zur Verfügung, ebenso vom Flughafen und vom Bahnhof. Eigene Schilder werden für die richtige Verkehrsleitung sorgen. "Rund 21.000 Parkplätze wird es geben", erklärt DI Sadila.
Genehmigungen
Weitreichende Verkehrsmaßnahmen wird es auch für die Klagenfurterinnen und Klagenfurter geben. So wird der Stadtteil Waidmannsdorf an den Spieltagen nur für die Anrainer erreichbar sein, für alle anderen sind die Straßen gesperrt. Anrainer können sich im Rathaus Klagenfurt - Abteilung Straßenbau und Verkehr - eine Einfahrtsgenehmigung besorgen.
Von 6. bis 18. Juni, jeweils ab 13 Uhr, wird auch die Klagenfurter Innenstadt weitgehend verkehrsfrei sein. Innerhalb der Ringe gibt es einen großen Fanbereich.
Auf dem Ring im Minutentakt
Danach richtet sich auch der öffentliche Linienverkehr für den DI Gerhard Oswald das Konzept erstellt hat. Die Linien enden vom 6. bis 18. Juni am Ring, der auf einer Busspur im Uhrzeigersinn umfahren wird. Wo der Ring nur zweispurig ist, also im Süden wird der Busverkehr über Straßenzüge etwas weiter im Süden geführt. Entlang des Rings werden sieben Haltestellen installiert. "Nachdem hier alle Linien geführt werden, werden diese im Minutentakt angefahren", erklärte Oswald.
Insgesamt ist das Fahrplansystem einfach aufgebaut: "Alle 20 Minuten wird an jeder Klagenfurter Haltestelle der Linienbus wieder vorbeikommen. In kürzeren Abständen, eben im Minutentakt am Ring, kann mit anderen Linien kombiniert werden".
Der Fahrplan wurde natürlich mit den anderen Verkehrsträgern außerhalb von Klagenfurt abgestimmt, die Fans werden ja aus den verschiedensten Teilen Kärntens anreisen.
Die STW-Mobilität hat für die EM 24 zusätzliche Fahrzeuge angemietet und wir 50 zusätzliche Buslenker beschäftigen.