Zum Inhaltsbereich springen
Grafische Demonstration Smart City. Foto: KK (Michael Paukner)

SliKH - Smart Living in
Klagenfurt Harbach

Mit Beschlüssen von Stadtsenat und Gemeinderat hat sich die Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee bereits 2011 zum Ziel gesetzt, bis 2050 90 Prozent ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sich zu einer Smart City zu entwickeln.

Logo Klimaenergiefond

Dieses Ziel ist auch im Stadtentwicklungskonzept STEK 2020+ verankert. Im SEAP Klagenfurt (nachhaltiger Energieaktionsplan) wurden Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet. Im Rahmen des Sondierungsprojektes SLiKH wird, neben den technologischen Aspekten für die Gebäude, den Smart Home Applikationen und dem nachhaltigen Mobilitätskonzept, großes Augenmerk auf die Grün- und Freiraumgestaltung, die soziale Durchmischung und die Schaffung von sozialen Angeboten gelegt.

Im Osten von Klagenfurt wurde 2016 der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan für ein neues Siedlungsgebiet im Ausmaß von ca. 11 ha und ca. 950 Wohneinheiten rechtskräftig. Dies war die Voraussetzung zum Start für die in 12 Bauabschnitten geplante Bebauung, die als sozialer Wohnbau mit öffentlichen Mitteln der Wohnbauförderung erfolgen soll. 

Das Land Kärnten mit der Wohnbauförderung, die involvierten gemeinnützigen Wohnbauträger, die Diakonie de la Tour und die Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee haben sich dazu bekannt, dieses Siedlungsgebiet nach den Kriterien einer Smart City zu errichten und auch Demoprojekte durchzuführen, sofern die soziale Akzeptanz gegeben und die technisch sinnvollen Maßnahmen auch finanzierbar sind. So soll in Klagenfurt-Harbach ein neuer, attraktiver und leistbarer Wohn- und Lebensraum für rund 3.000 BewohnerInnen geschaffen werden, der auch bei zunehmender Klimaerwärmung eine sehr hohe Lebensqualität bietet.


Inhalte und Zielsetzungen

Hauptziel des Projektes „SLIKH“ ist die Erstellung einer Smart Cities Machbarkeitsstudie für das Stadtentwicklungsgebiet Klagenfurt- Harbach, zur Vorbereitung von Demo- und Umsetzungsprojekten für die einzelnen Baustufen und Schaffung eines attraktiven Lebensraum für BewohnerInnen mit unterschiedlichen sozioökonomischer Voraussetzungen.


Methodische Vorgehensweise

Einzigartig ist, dass bereits eine Betreuungseinrichtung vor Ort vorhanden ist: Die Diakonie als Eigentümer des Klosters Harbachs und ehemaliger Grundstückseigentümer der zu bebauenden Flächen, hat die Absicht, als Quartiermanager vor Ort zu agieren, um so das Funktionieren der sozialen Einrichtungen und des Zusammenlebens in diesem neuen Stadtteil zu gewährleisten.

Für die Schaffung eines generationenübergreifenden und auch ansonsten gesellschaftlich diversifizierten Lebensraumes, der nachhaltig genutzt und gemeinschaftlich weiterentwickelt wird, ist Kommunikation mit und Partizipation der Zielgruppe als Querschnittsthema im gesamten Planungs- und Bauprozess zu sehen. Die frühzeitige Einbindung der zukünftigen Bewohner wird im Rahmen eines sozial innovativen Ansatzes zur Entwicklungsbegleitung und Erfolgsabsicherung umgesetzt.

Durch die FH Kärnten als wissenschaftlicher Partner wird sichergestellt, dass die von den Projektpartnern FGM AMOR (Mobilität), GM-Plan (Gebäudetechnik), Symvaro (IKT) und der Stadt Klagenfurt mit den Subauftragnehmern für Grün-und Freiraumplanung erarbeiteten technischen Maßnahmen auch gesellschaftlich akzeptiert werden. Befragungsergebnisse werden in den technischen Konzepten berücksichtigt. Das Energieversorgungskonzept für Harbach wird vom laufenden Smart City Projekt SAKS Klagenfurt übernommen. Das Land Kärnten (LOI) und die involvierten Wohnbauträger (LOI) nehmen über die Steuerungsgruppe Harbach Einfluss auf die erarbeiteten Maßnahmen, sodass das Ergebnis, die Machbarkeitsstudie, bereits bei den ersten Baustufen realisiert werden kann. Die Siemens AG (LOI) übernimmt eine beratende Funktion und bringt Erfahrungen aus der Smart City Aspern ein. Das Besondere ist auch, dass durch die schrittweise Bebauung in jährlichen Abständen, jede weitere Baustufe von der vorhergegangenen lernen kann. 


Erwartete Ergebnisse

Teil der Machbarkeitsstudie sind Leitfäden für smarte Siedlungsgebiete als Vorgabe für die Detailplaner in den Bereichen Mobilität, soziale Durchmischung, Dach- und Fassadenbegrünung, Grün- und Freiraumgestaltung, Gebäudetechnik und IKT bzw. Smart Home Applikationen, sowie Empfehlungen für Wohnbauförderung und Gesetzgeber allenfalls Anpassungen vorzunehmen, um Hindernisse bei der Umsetzung aus dem Weg zu räumen oder zusätzliche Anreize zu liefern. Die Ergebnisse können sinngemäß auf Planungsprozess in anderen kommunalen Siedlungsgebieten übertragen werden.

  

Förderprogramm: Smart Cities Demo- 8. Ausschreibung

Fördergeber: Klima- und Energiefonds

Abwicklungsstelle: Österreichische Forschungs-Förderungsgesellschaft mbH

Projektleiter: Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee, Abteilung Umweltschutz

Projektpartner:

Projektlaufzeit: Februar 2017 bis Jänner 2018

Website: www.smartcities.at

 

Scrolle nach oben