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Gedenktafel Fred Reinisch

Der Klagenfurter Fred Reinisch war der letzte Jude aus der Landeshauptstadt, der dem Holocaust entkommen ist. Seiner Heimatstadt blieb er bis zu seinem Tod im Jahr 2017 eng verbunden. 

In seiner Heimatstadt wurde er gedemütigt und vertrieben - trotzdem   blieb er in seinem Herzen immer ein Klagenfurter. Er wurde 1921 in St. Ruprecht geboren und verstarb 2017 in seiner Wahlheimat Florida (USA).  1938 kurz vor dem Novemberpogrom gelang Reinisch die Flucht vor den Nazis. Mit den Allierten kam er nach dem Krieg zurück nach Klagenfurt und half, woe er nur konnte.  Obwohl er in der USA eine neue Heimat gefunden hatte, zog es ihn jahrzehntelang im Sommer zu Besuch nach Klagenfurt.
Zur Erinnerung an Fred Reinisch wurde jetzt am Israelitischen Friedhof in St. Ruprecht eine Gedenktafel enthüllt. Initiiert hat dies Autorin Ilse Gerhardt, die selbst auf jüdische Wurzeln zurückblicken kann. Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz unterstützte dieses Vorhaben und die Stadt kam für die Kosten der Tafel auf.   „Ein liebesvolles Andenken an einen jüdische Bürger der Stadt“, so die  Bürgermeisterin.

 

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