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Israelitischer Friedhof

Das NS-Regime hat die jüdische Gemeinde in Klagenfurt, das jüdische Leben, praktisch ausgelöscht.

Bis 1938 gab es am Israelitischen Friedhof der Stadt noch Bestattungen. Familienmitglieder der später deportierten und ermordeten Mitbürger und Mitbürgerinnen haben hier ihre letzte Ruhestätte.

Die Stadt Klagenfurt wollte die Spuren der Menschen, die einst hier gelebt haben, wieder sichtbar machen. Und damit auch daran erinnern, dass viele Verwandte und Nachkommen der hier Bestatteten in den Vernichtungslagern der Nazis sterben mußten und kein Grab haben. 2012 wurde der Israelitische Friedhof restauriert, saniert und ist seitdem wieder würdige Totengedenkstätte. Die Übergabe erfolgt am 8. Mai 2012, am Jahrestag des Kriegsendes.

Errichtet wurde er 1895, Besitzer ist die Landeshauptstadt, nutzungsberechtigt die Israelitische Kultusgemeinde. 97 Grabsteine und fünf Gedenktafeln gibt es. 24 jüdische Mitstreiter des Kärntner Abwehrkampfes sind hier bestattet.

Sowohl der Friedhof als auch das Grabmal von Adolf Preis ( Architekt Siegmund Schiffler) stehen unter Denkmalschutz. Die Sanierung  von Außenmauer, Gedenktafeln, Tor und Grünanlage erfolgte in enger Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt.

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