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Arbeitsmarkt

Die Arbeitsmarktstatistik liefert Informationen zu Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften. Monatlich wertet das Arbeitsmarktservice Kärnten (AMS) die Arbeitslosenzahlen und die Zahl der offenen Stellen für Klagenfurt-Stadt aus. Jeweils am Monatsende werden stichtagsbezogen der Bestand an als arbeitslos vorgemerkten Personen und die dem AMS gemeldete Zahl der freien Arbeitsplätze erfasst.

2019 entwickelte sich der Klagenfurter Arbeitsmarkt positiv. Die Entspannung zeigt sich daran, dass in allen Monaten die Arbeitslosenzahlen unter denjenigen der Vergleichsmonate des Jahres 2018 lagen, wie das auch schon im Jahr 2017 der Fall war. Im Jahresdurchschnitt waren 2.559 Männer und 2.044 Frauen (2018: 2. 718 bzw. 2. 098; 2017: 2.951 bzw. 2.317) arbeitslos gemeldet, insgesamt 4.603 Personen (2018: 4.817; 2017: 5.268). Der durchschnittliche Arbeitslosenbestand ging damit im Vergleich zum Vorjahr um 214 bzw. 4,4% zurück. Hinzu kommen noch durchschnittlich 644 Personen in Schulung (2018:750; 2017: 822). Auch die Zahl der offenen Stellen nahm zu. Waren es 2018 im Mittel 1.005 (2017: 773), so stieg diese Zahl im Jahr 2019 auf 1.046, d.h. es kamen rund 4,4 Arbeitssuchende auf eine angebotene Stelle.

Von der Abnahme der Arbeitslosigkeit konnten sowohl Männer (-5,9%) als auch Frauen (-2,6%) profitieren. Über das Jahr gesehen gibt es deutliche Schwankungen im Verlauf der Arbeitslosenzahlen. Das Maximum lag im Jänner bei 5.805 Arbeitslosen, gefolgt vom Dezember (5.664) und Feber (5.417). In den Wintermonaten kommt es immer - saisonbedingt - zu einem starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Im Juni, dem Monat mit der geringsten Arbeitslosigkeit, waren 3.881 Personen auf Jobsuche.

Während es bei den Jugendlichen und der Altersgruppe der 25- bis 49-Jährigen deutliche Rückgänge gegenüber dem Vorjahr gegeben hat, stieg die Zahl der arbeitslosen 50+-Jährigen leicht. Im Jahresdurchschnitt waren 414 unter 25-Jährige als arbeitslos vorgemerkt, was einem Minus von 7,4% entspricht (2018: 447 bzw. -13,8%; 2017: 519 bzw. -16,6%). Bei den Älteren gab es ein Plus von 0,4% auf 1.492 (2018: 1.486 bzw. -1,9%; 2017: 1.515 bzw. +5,7%).

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen (über 6 Monate), ebenfalls ein Indikator für den Arbeitsmarkt, hat sich im Jahresdurchschnitt um 6,0% auf 1.645 verringert (2018: 1.749 bzw. -12,7%; 2017: 2.004 bzw. +0,3%). Betrachtet man nur die Gruppe der Langzeitarbeitslosen, die mehr als ein Jahr ohne Arbeit waren, so gab es einen Rückgang um 8,7% auf 885 (2018: 969 bzw. -9,4%; 2017: 1.069 bzw. +10,2%).

Die Zahl der jobsuchenden Akademiker, die mit Beginn der Sommerferien meist ansteigt und in den Folgemonaten etwas zurückgeht, erreichte 2019 im Jänner ihren Höchststand (446), gefolgt vom Juli (421). Im Jahresdurchschnitt waren 243 Akademikerinnen und 153 Akademiker arbeitslos gemeldet, in Summe also 396 und damit gleich viel wie 2018. Ihr Anteil an den Arbeitslosen beträgt im Mittel 8,6%.

Differenziert man nach Ausbildungsgrad zeigt sich, dass jeder zweite vorgemerkte Arbeitslose nur einen Pflicht­schul­abschluss aufweist, rund ein Drittel hat eine Lehre oder mittlere Ausbildung absolviert und nicht ganz jeder Zehnte hat eine Matura.

Die Zahl der Lehrstellensuchenden lag im Jahresdurchschnitt bei 122 und damit um 4,6% über dem Vorjahreswert (2018: 117 bzw. -12,0%; 2017: 133 bzw. 6,3%). Die meisten Lehrstellen­such­en­­den gab es im August und September (je 153). Durchschnittlich wurden 71 offene Lehrstellen angeboten (2018: 62; 2017: 57). Das größte Lehrstellenangebot gab es im September (89).

 

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