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Arbeitsmarkt

Die Arbeitsmarktstatistik liefert Informationen zu Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften. Monatlich wertet das Arbeitsmarktservice Kärnten (AMS) die Arbeitslosenzahlen und die Zahl der offenen Stellen für Klagenfurt-Stadt aus. Jeweils am Monatsende werden stichtagsbezogen der Bestand an als arbeitslos vorgemerkten Personen und die dem AMS gemeldete Zahl der freien Arbeitsplätze erfasst.

2018 entwickelte sich der Klagenfurter Arbeitsmarkt positiv. Die Entspannung zeigt sich daran, dass in allen Monaten die Arbeitslosenzahlen unter denjenigen der Vergleichsmonate des Jahres 2017 lagen. Im Jahresdurchschnitt waren 2.718 Männer und 2.098 Frauen (2017: 2.951 bzw. 2.317) arbeitslos gemeldet, insgesamt 4.817 Personen. Der durchschnittliche Arbeitslosenbestand ging damit im Vergleich zum Vorjahr um 451 bzw. 8,6% zurück. Hinzu kommen noch durchschnittlich 750 Personen in Schulung (2017: 822). Auch die Zahl der offenen Stellen nahm zu. Waren es 2017 im Mittel 773, so stieg diese Zahl im Jahr 2018 auf 1.005, d.h. es kamen rund 5 Arbeitssuchende auf eine angebotene Stelle.

Von der Abnahme der Arbeitslosigkeit konnten sowohl Frauen (-9,4%) als auch Männer (-7,9%) profitieren. Über das Jahr gesehen gibt es deutliche Schwankungen im Verlauf der Arbeitslosenzahlen. Das Maximum lag im Jänner bei 5.934 Arbeitslosen, gefolgt vom Dezember (5.724) und Feber (5.668). In den Wintermonaten kommt es immer - saisonbedingt - zu einem starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Im Juni, dem Monat mit der geringsten Arbeitslosigkeit, waren 4.117 Personen auf Jobsuche.

Während es bei den Jugendlichen und der Altersgruppe der 25- bis 49-Jährigen deutliche Rückgänge gegenüber dem Vorjahr gegeben hat, sank die Zahl der arbeitslosen 50+-Jährigen nur leicht. Im Jahresdurchschnitt waren 447 unter 25-Jährige als arbeitslos vorgemerkt, was einem Minus von 13,8% entspricht (2017: 519 bzw. -16,6%). Bei den Älteren gab es einen Rückgang von 1,9% auf 1.486 (2017: 1.515 bzw. +5,7%).

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen (über 6 Monate), ebenfalls ein Indikator für den Arbeitsmarkt, hat sich im Jahresdurchschnitt um 12,7% auf 1.749 verringert (2017: 2.004 bzw. +0,3%). Betrachtet man nur die Gruppe der Langzeitarbeitslosen, die mehr als ein Jahr ohne Arbeit waren, so gab es einen Rückgang um 9,4% auf 969 (2017: 1.069 bzw. +10,2%).

Die Zahl der jobsuchenden Akademiker, die mit Beginn der Sommerferien meist ansteigt und in den Folgemonaten etwas zurückgeht, erreichte 2018 im August ihren Höchststand (452). Im Jahresdurchschnitt waren 247 Akademikerinnen und 149 Akademiker arbeitslos gemeldet, um 3,9% bzw. 3,4% weniger als 2017. Ihr Anteil an den Arbeitslosen beträgt im Mittel 8,2%.

Differenziert man nach Ausbildungsgrad zeigt sich, dass jeder zweite vorgemerkte Arbeitslose nur einen Pflicht­schul­abschluss aufweist, ein Drittel hat eine Lehre oder mittlere Ausbildung absolviert und nicht ganz jeder Zehnte hat eine Matura.

 

Die Zahl der Lehrstellensuchenden lag im Jahresdurchschnitt bei 117 und damit um 12,0% unter dem Vorjahreswert (2017: 133 bzw. 6,3%). Die meisten Lehrstellen­such­en­­den gab es im Juli (166). Durchschnittlich wurden 62 offene Lehrstellen angeboten (2017: 57). Das größte Lehrstellenangebot gab es im März (87).

 

 

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