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Städtischer Winterdienst

Der Einsatz für den städtischen Winterdienst beginnt mit den ersten kälteren Temperaturen und dauert bis in den Frühling. Nach einem genauen Prioritätenplan werden die Straßen, Plätze, Geh- und Radwege in Klagenfurt möglichst eis- und schneefrei gehalten.
 

Winterdienst in Klagenfurt

Die Schneeräumung in Klagenfurt erfolgt nach Prioritätenstufen. Erste Priorität haben die 60 km Hauptverkehrsstraßen, welche mit 5 Verbänden zu je 2 Fahrzeugen in einem kürzeren Intervall gepflügt werden. Für das 510 km umfassende restliche Stadtgebiet stehen noch 7 eigene Fahrzeuge und 33 angemietete Traktoren zur Verfügung.

Setzt Schneefall ein, werden als erstes die Straßen der Priorität 1, (Innerstädtische Hauptverkehrsstraßen, Einfahrtsstraßen mit öffentlichem Linienverkehr, Zufahrt zu Krankenhäusern, der Stadtkern innerhalb der Ringe sowie exponierte Steigungsstücke) und Straßen der Priorität 2 (Zubringerstraßen in Siedlungs-und Gewerbegebiete sowie exponierte Steigungsstücke) mit einer Gesamtstreckenlänge von 168 km auftauend (mit Salz) gestreut. Das verhindert das Anfrieren des Schnees. Gleichzeitig wird aufgrund der Wetterprognosen und der lokalen Entwicklung der Einsatzzeitpunkt für die Ausfahrt der Pflüge festgelegt.

Pflügen, Schneebeseitigen, Streuen

Nach dem Pflügen der Innenstadt beginnt dort die Schneebeseitigung durch die Schneeräumpartien. Wo man mit großen Gerätschaften nicht weiter kommt, helfen 50 Straßenreiniger Gehsteige, Bushaltestellen, Stiegen und Übergänge (wo lt. StVO § 93 kein Anrainer verpflichtet ist), schnee- und eisfrei zu halten. Unterstützung kommt von rund 60 Mitarbeitern des Stadtgartenamtes, die sich um Streuung, Schneeräumung und Nachbetreuung bei Radwegen, Parkanlagen, Friedhöfen und Kindergärten kümmern.

Neben der laufenden Betreuung der 168 km Straßen der Priorität 1 und 2 mit auftauenden Mitteln, erfolgt im Anschluss an das Pflügen die Streuung der 100 km Steigungsstücke. Danach wird im etwa 400 km umfassenden restlichen Stadtgebiet Splitt oder Salz (bei extremen Straßenverhältnissen) aufgebracht.
 

Winterdienst wissenswert

  • 294 Personen aus drei städtischen Abteilungen sind insgesamt im Einsatz (170 Personen Abt. Straßenbau und Verkehr, 60 Personen Abt. Stadtgarten, 31 Personen Abt. Entsorgung, 33 angemietete Landwirte mit Schneepflügen)
  • Bis zu 13 Streugeräte gewährleisten die Verkehrssicherheit auf den Straßen
  • Bei Schneefall sind 53 Pflüge auf 573 km Straßen und 127 km Radwegen in 47 festgelegten Gebieten (nach Prioritäten gestaffelt) unterwegs
  • Bis zu 12 Ladegeräte und bis zu 20 Fahrzeuge mit 90 Schneeschauflern befördern Schneemassen in kürzester Zeit aus der Stadt
  • Der abtransportierte Schnee landet hauptsächlich im ehemaligen Klärbecken in der Boltzmannstraße
  • Zur Abschätzung des Wetters werden zeitnahe Prognosen und persönliche Informationen der ZAMG sowie ein Frühwarnsystem herangezogen
  • Die sogenannte Umlaufzeit (die Zeit, die benötigt wird, um ein Gebiet einmal zu Pflügen) sollte zB bei Schneehöhen bis 10 cm in der 1. Priorität (Hauptverkehrsstraßen) max. 5 Stunden und in der 2. Priorität (Straßen mit untergeordneter Verkehrsbedeutung) max. 12 Stunden betragen
  • Zusätzliches Aufkommen von Feinstaub wird verhindert, indem das Betreuungsnetz mit auftauenden Mitteln ausgeweitet und die Anzahl der Streufahrzeuge mit auftauenden Mitteln erhöht wurde
  • Vor dem Winter werden ca. 5.500 Schneestangen gesetzt
  • 520 Tonnen auftauendes Streumittel sind bevorratet (Natriumchlorid, Calziumchlorid)
  • 1.800 Tonnen abstumpfendes Streumittel sind gelagert (gewaschener Dolomitsplitt)
     

Pflichten der Anrainer gemäß § 93 der StVO

Damit der städtische Winterdienst noch reibungsloser funktioniert, beachten Sie bitte folgende Anrainerpflichten:

Betreuung von 6 - 22 Uhr - Eigentümer von Liegenschaften in Ortsgebieten (ausgenommen unverbaute land- und forstwirtschaftliche Liegenschaften) haben dafür zu sorgen, dass die entlang der Liegenschaft in einer Entfernung von nicht mehr als drei Metern vorhandenen, dem öffentlichen Verkehr dienenden Gehwege - einschließlich in ihrem Zuge befindlichen Stiegenanlagen - entlang der gesamten Liegenschaft in der Zeit von 6 bis 22 Uhr von Schnee und Verunreinigungen gesäubert sowie bei Schnee- und Glatteis bestreut sind. Ist kein Gehweg vorhanden, so ist der Straßenrand in einer Breite von einem Meter zu säubern und zu bestreuen. Die gleiche Verpflichtung trifft die Eigentümer von Verkaufshütten.

Straßen ohne Gehsteig - In einer Fußgängerzone oder bei Straßen ohne Gehsteig gilt die Verpflichtung für einen Meter breiten Streifen entlang der Häuserfront.

Kombinierte Geh- und Radwege - Bei kombinierten Geh- und Radwegen ist der durch eine Markierung getrennte Gehweg zu säubern und zu bestreuen. Fehlt diese Trennung, gilt die Verpflichtung für einen Meter breiten Streifen entlang der Häuserfront, wobei der Schnee nicht auf dem Radwegstreifen deponiert werden darf.

Haltestellenbereiche sind auch zu säubern - Befindet sich eine Haltestelle am Gehsteig, so ist der gesamte Haltestellenbereich ebenfalls bis zur Gehsteigkante zu säubern und zu bestreuen.

Nicht auf Räumung verlassen - Die fallweise Räumung und Streuung von Gehsteigen durch den Magistrat befreit die einzelnen Liegenschaftseigentümer nicht von ihren Anrainerpflichten gem. § 93 StVO! Man kann und darf sich nicht darauf verlassen, dass die Räumung und Streuung der Gehsteige von der Gemeinde überhaupt und rechtzeitig durchgeführt wird. Streuung und Räumung durch den Magistrat erfolgen freiwillig und nur dann, wenn aus organisatorischen Gründen ein entsprechender Personal- und Maschineneinsatz möglich ist. Die Anrainerpflichten nach § 93 StVO setzen sich aus mehreren Teilpflichten zusammen, von denen der Magistrat einige ohnehin nie übernommen hat.

Bei Unfällen haften Anrainer - Alle zivilrechtlichen oder strafrechtlichen Haftungen bei Unfällen, die unter Umständen auf eine mangelnde Obsorge der nach der Straßenverkehrsordnung verpflichteten Personen zurückzuführen sind, liegen bei den Wegeigentümern bzw. Anrainern der Gehwege und öffentlichen Straßen.

Bei Privatstraßen - Für eine ordnungsgemäße Räumung und Streuung bei Privatstraßen sind in erster Linie die Wegeigentümer zuständig.
 

Wichtige Hinweise

Wenn geparkte Autos die Schneeräumung behindern - Leider muss immer wieder festgestellt werden, dass Kraftfahrzeuge bei Schneefall auf öffentlichen Straßen so abgestellt sind, dass eine ordnungsgemäße Schneeräumung nicht mehr durchgeführt werden kann. Bitte stellen Sie daher bei entsprechender Witterung die Fahrzeuge so ab, dass eine einwandfreie Räumung der Straßen erfolgen kann.

Sträucher und Äste entfernen - Um den Winterdienst nicht unnötig zu behindern, sollten Sträucher und Äste von Bäumen, die durch die Schneelast in die Straße oder den Gehsteig hineinhängen könnten, entfernt werden.

Keinen Schnee auf die Straße schaufeln - Einige Grundstückseigentümer schaufeln noch immer den Schnee von ihren Einfahrten auf die Straße. Es wird ausdrücklich festgehalten, dass dies nicht zulässig ist und nach der Straßenverkehrsordnung bzw. nach dem Kärntner Straßengesetz geahndet werden kann. Sie werden daher dringend ersucht, das Ablagern von Schnee auf der Straße - insbesondere wenn sie bereits geräumt wurde - zu unterlassen.
 

Hier ist die Landesstraßenverwaltung zuständig

Die städtische Verwaltung ist für vieles zuständig, aber nicht für alles. Bei folgenden Straßen liegt die Zuständigkeit, insbesondere für den Winterdienst, bei der Landesstraßenverwaltung:

  • Feldkirchner Straße
  • Völkermarkter Straße
  • Enzenbergstraße (Hasnerstraße bis Völkermarkter Straße)
  • Hasnerstraße
  • Rosentaler Straße
  • August-Jaksch-Straße
  • Villacher Straße
  • St. Veiter Ring
  • Völkermarkter Ring
  • Viktringer Ring
  • Villacher Ring

Ansprechpartner für diese Straßenzüge:
Straßenbauamt Klagenfurt, Abteilung 17
Josef-Sablatnig-Straße 245, 9020 Klagenfurtam Wörthersee
Tel.: 0463 – 21 541
 

Klagenfurter Schnee-Telefon

0463/537-5444

Das Schneetelefon 537-5444 ist für Ihre Anliegen rund um die städtische Schneeräumung da. Bitte bedenken Sie dabei, dass je nach Priorität und Intensität des Schneefalls bis zur Schneeräumung 12 Stunden vergehen können. Der städtische Winterdienst bittet um Verständnis, dass die Straßen nach Ihrer Priorität betreut werden müssen. Sonderwünsche können nur bedingt erfüllt werden.
 

Tipps für winterliche Straßenverhältnisse

  • Beachten Sie Wetterberichte und Rundfunkmeldungen über die Straßenverhältnisse.
  • Um pünktlich am Ziel zu sein, sollten Sie bei Winterwetter frühzeitig das Haus verlassen.
  • Denken Sie daran, dass sich bei Winterwetter Busse verspäten können.
  • Tragen Sie rutschfeste Schuhe, eventuell mit Hilfsmitteln wie Schuhspikes oder Schuhketten.
  • Bedenken Sie beim Aussteigen aus Bussen, Bahnen und dem PKW, dass die warmen Schuhe schneller rutschen.
  • Beachten Sie, dass Gehwege vor 6 Uhr noch nicht geräumt sein müssen.
  • Überqueren Sie die Straße, wenn möglich, auf Fußgängerüberwegen.
  • Betreten Sie nie plötzlich die Fahrbahn, da der Bremsweg der Kraftfahrzeuge bei winterlichen Straßenverhältnissen wesentlich länger ist, als in der trockenen Jahreszeit.
  • Tragen Sie möglichst helle Bekleidung, damit Sie auch bei trüber Witterung von motorisierten Verkehrsteilnehmern gut gesehen werden.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Auto ab spätestens Mitte November nur noch mit Winterbereifung fährt.
  • Passen Sie die Fahrgeschwindigkeit stets den Straßenverhältnissen an und halten Sie einen dreimal so großen Sicherheitsabstand zum Vordermann, als bei trockener Fahrbahn.
  • Bedenken Sie beim Überholen, dass es auf der Überholspur oder am Straßenrand noch glatter sein kann.
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