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Ein neues Bad für Klagenfurt

Das bestehende Hallenbad in der Gasometergasse war fast 50 Jahre in Funktion und ist damit am Ende seiner Nutzungsdauer
angelangt. Damit es auch in Zukunft in der Landeshauptstadt eine solche Infrastruktur gibt, ist ein Neubau erforderlich. Um eine Standortentscheidung für das neue Bad zu treffen, haben Stadt und Stadtwerke erstmals einen transparenten Bürgerbeteiligungsprozess
mit einem klaren Fahrplan eingeleitet.

Für die Lösung der Standortfrage haben sich die Mitglieder des Bürgerrates, der sich aus zufällig ausgewählten Stadtwerkekunden zusammensetzt, unter der Leitung von Dr. Kathrin Stainer-Hämmerle und Peter Plaikner eingehend mit den Vor- und Nachteilen der vier möglichen Standorte befasst. Besonders wichtig waren ihnen dabei die Themenbereich Verkehrsanbindung und städtische Einbindung, Außenbereich, Aussicht und Grünflächen sowie Finanzierung bzw. Kosten. Den Empfehlungen des Bürgerrates folgend hat der Stadtsenat in der Sitzung am 10. Juli nach Antrag von Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz mit Mehrheit beschlossen, nur mehr die beiden Standorte Ostbucht und Minimundus für das neue Bad ins Auge zu fassen.

Standortentscheidung ist für Minimundus gefallen

Über den Sommer hat die Stadt die Bevölkerung über die Standorte informiert sowie Meinungen und Anregungen der Bürger eingeholt.
Anfang September wurde eine Entscheidung getroffen. Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz gab mit Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler und den Koalitionspartnern Stadtrat Markus Geiger und Stadtrat Frank Frey bekannt, dass das neue Bad für Klagenfurt auf dem 2,6 Hektar großen, stadteigenen Grundstück gegenüber Minimundus gebaut wird.

„Über den Sommer hat es im Rahmen der Informationskampagne zahlreiche Rückmeldungen von Bürgern gegeben. Mir war es wichtig, die Bevölkerung bei der Standortentscheidung mitzunehmen. Jetzt können wir einen Schlussstrich unter die Diskussion ziehen und gemeinsam mit den Bürgern das neue Bad am Standort Minimundus planen“, erklärte Mathiaschitz. Die Bürgermeisterin verwies auf 500 Rückmeldungen aus der Bevölkerung, die per Mail eingegangen oder als Infozettel im Rathaus abgegeben wurden. Dabei sprachen sich 388 für den Standort Minimundus aus, 24 für die Ostbucht und 78 gaben andere Standorte wie die Messe an. Immer wieder wurde genannt, dass es keine weitere Verbauung in der Ostbucht geben solle.

Im Stadtsenat sind sich SPÖ, ÖVP, Grüne und FPÖ einig. Nach erfolgter Beschlussfassung für den Standort Minimundus im Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, Grüne, FPÖ und Team Kärnten gilt es nun, im Vorfeld des Architektenwettbewerbes gemeinsam mit der Bevölkerung das neue Bad konkret zu planen und die Rahmenbedingungen festzulegen. Ziel ist es, das Hallenbad 2023 zu eröffnen und gleichzeitig das alte zuzusperren.

Standort Minimundus ideal für Sport- und Tourismusachse

Sportreferent Vzbgm. Pfeiler sieht das Areal gegenüber Minimundus in unmittelbarer Nähe zum Europapark, der Stocksportanlage und den Rad- und Laufstrecken in sehr guter Lage für alle Bewegungsfreunde. Außerdem wird angrenzend auch noch der Trampolin- und Freizeitpark „Jumpworld One“ entstehen. Wirtschafts- und Tourismusreferent StR. Geiger streicht die Bedeutung für die Tourismusachse Minimundus, Happ und Planetarium hervor. Eine wichtige Option, gerade für Schlechtwettertage. Ein weiterer entscheidender Punkt, der für den Standort spricht, ist die zentrale Verkehrsanbindung. Radwege, S-Bahnhaltestelle, Villacher Straße und Autobahn liegen vor der zukünftigen Haustüre. Umweltreferent Frey küdie Buslinien auf das neue Bad abstimmen um längere Fußwege zu vermeiden

Erste Eckpunkte für das neue Bad verriet die Bürgermeisterin vorab bereits: „Wir sind für ein leistbares Familienbad mit einem Becken für Sportler. Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal in Kärnten. Wir wollen keine Konkurrenz zu anderen Bädern und  ein Angebot für die gesamte  Bevölkerung.“ 2019 folgt ein Architektenwettbewerb unter Beteiligung von Bäderspezialisten, versierten Energietechnikern und Landschaftsarchitekten. Ziel ist es, ein energieautarkes Hallenbad zu realisieren. Der Vorteil des Standortes ist, dass städtebaulich zur Realisierung größtmögliche Freiheiten gegeben sind.

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