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Ein neues Bad für Klagenfurt

Das bestehende Hallenbad in der Gasometergasse war fast 50 Jahre in Funktion und ist damit am Ende seiner Nutzungsdauer
angelangt. Damit es auch in Zukunft in der Landeshauptstadt eine solche Infrastruktur gibt, ist ein Neubau erforderlich. Um eine Standortentscheidung für das neue Bad zu treffen, haben Stadt und Stadtwerke erstmals einen transparenten Bürgerbeteiligungsprozess
mit einem klaren Fahrplan eingeleitet.

Für die Lösung der Standortfrage haben sich die Mitglieder des Bürgerrates, der sich aus zufällig ausgewählten Stadtwerkekunden zusammensetzt, unter der Leitung von Dr. Kathrin Stainer-Hämmerle und Peter Plaikner eingehend mit den Vor- und Nachteilen der vier möglichen Standorte befasst. Besonders wichtig waren ihnen dabei die Themenbereich Verkehrsanbindung und städtische Einbindung, Außenbereich, Aussicht und Grünflächen sowie Finanzierung bzw. Kosten. Den Empfehlungen des Bürgerrates folgend hat der Stadtsenat in der Sitzung am 10. Juli nach Antrag von Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz mit Mehrheit beschlossen, nur mehr die beiden Standorte Ostbucht und Minimundus für das neue Bad ins Auge zu fassen. Über den Sommer hat die Stadt die Bevölkerung über die Standorte informiert sowie Meinungen und Anregungen der Bürger eingeholt. Anfang September 2018 wurde eine Entscheidung getroffen.

Am Standort Klagenfurt West wird ein "Vitalbad" entstehen

Bis 2023 wird das neue Bad für Klagenfurt auf dem 2,6 Hektar großen, stadteigenen Grundstück gegenüber Minimundus gebaut. Schon im Frühjahr erfolgt die Ausschreibung eines europaweiten Architektenwettbewerbes. Über dessen Grundlagen und die weitere Vorgangsweise wurden die Resonanzgruppe (Vertreter von Politik, Stadtwerke und Interessensgruppen) sowie der Bürgerrat in einer Sitzung Anfang Jänner informiert. Im Auftrag der Stadt hat der renommierte Tourismus- und Bäderconsulter „Kohl & Partner“ weiter am Funktionsprogramm für das neue Bad gefeilt und ein USP (Alleinstellungsmerkmal) erarbeitet.

50-Meterbecken, ein Spielplatz im Wasser und Saunalandschaft
Herausgekommen ist ein besonderes Profil für Klagenfurt, das sich auf die Bereiche Sport, Gesundheit und Familie konzentriert. Daraus ergibt sich auch die vorläufige neue Projektbezeichnung „Vitalbad Klagenfurt“. Das Grobkonzept sieht unter anderem ein 50-Meterbecken mit 10 Bahnen, einen Wasserspielplatz, eine Saunalandschaft, ein Fitnesscenter und Gastronomie mit Alpen-Adria-Kulinarik vor. „Damit zeichnet sich Klagenfurt gegenüber den Mitbewerbern aus und fügt sich gleichzeitig stimmig in das Bäderangebot in Kärnten ein“, erklärte Mag. Martin Mayerhofer von „Kohl & Partner“ bei der Präsentation des Konzeptes, das sowohl die Resonanzgruppe als auch der Bürgerrat einstimmig positiv bewertet haben. Weitere Anregungen von Nutzergruppen und Vertretern des Bürgerrats wurden aufgenommen.

Energieoptimierung mit einem modernen Energiekonzept
Diese werden jetzt noch in das Konzept eingearbeitet, das die Grundlage für den kommenden Architektenwettbewerb bildet. Parallel dazu arbeiten die Stadtwerke an der standortbezogenen Energieoptimierung im Sinne des „Smart City Konzeptes“ der Stadt Klagenfurt. Bisher liegt die Errichtung des neuen Bades genau im beschlossenen Zeitrahmen.

2023 sperrt das alte Bad zu und das neue Vitalbad wird eröffnet
Die kürzlich durchgeführten Baugrunduntersuchungen am geplanten Standort „Klagenfurt West“ mit Rammsondierungen und Kernbohrungen haben keine unerwarteten Ergebnisse geliefert, welche die Errichtung zeitlich oder finanziell verändern könnten. Ende 2019 soll der Gewinner des Architektenwettbewerbs gekürt sein. Bis 2021 laufen die Planungen, Vergabe- und Behördenverfahren. Die Bauzeit ist für 2022 bis 2023 angesetzt. Dann soll das alte Halllenbad in der Gasometergasse zugesperrt und das neue Bad am Standort Klagenfurt West eröffnet werden.

 

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