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Erfolgreiche Community Policing-Bilanz

(07.02.2007)
Eine erfolgreiche Bilanz kann nach einem Jahr das Community Policing-Projekt der Klagenfurter Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit Polizei und Sicherheitsbehörde ziehen.

Community Policing bedeutet, Sicherheitsarbeit nicht nur der Exekutive zu überlassen, sondern auch andere Institutionen und vor allem die Bevölkerung mit ein zu beziehen. Projektleiterin des Community Policing in Klagenfurt ist Dr. Gabriele Odreitz-Herpe von der Abteilung Logistik/Organisation des Magistrates, die gemeinsam mit der Klagenfurter Polizei eine erfolgreiche Bilanz vorlegen kann. Zielsetzung des Projektes war und ist es, Gefahren abzuwehren und die Prävention zu stärken.

Drei Schwerpunkte
Im vergangenen Jahr hatte man sich drei Themenschwerpunkte gesetzt. Nämlich eine Jugendschutzoffensive, Sicherheit für Senioren und der Schutz öffentlicher Anlagen. Das Hauptaugenmerk richtete man aber auf den Jugendschutz. Leider gab es 2006  immer wieder negative Schlagzeilen über Schlägereien in der Herrengasse und Ausschreitungen in und vor einer Großdiskothek. Hier setzte das Community Policing-Team zahlreiche Aktionen. So wurden permanent und schwerpunktmäßig Kontrollen von Gastlokalen hinsichtlich Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen und der Gewerbeordnung durchgeführt. „170 Strafverfahren wegen Übertretung des Jugendschutzgesetzes wurden eingeleitet“, so Dr. Odreitz-Herpe, die auch betont, dass es wegen Sperrstundenüberschreitung 67 Strafverfahren gab. Immer wieder traten letztes Jahr auch so genannte Vereinslokale in Erscheinung. Unter dem Deckmantel „Verein“ gab es permanent Verstöße gegen die Gewerbeordnung, an Jugendliche wurde unbefugt Alkohol ausgeschenkt. Drei derartige Lokalitäten wurden geschlossen. Wichtig war auch die Kontaktaufnahme mit den Veranstaltern von Schulbällen betreffend Alkoholausschank. Von Community Policing wurde eine „Armbänder-Aktion“, die ein Veranstalter ins Leben gerufen hat, aufgegriffen und ausgeweitet. Farblich unterschiedliche Armbänder weisen auf das Alter der Ballbesucher und somit auf die Berechtigung zum Konsum von Alkoholika hin. Diesbezüglich „Musterbälle“ waren jene des Slowenischen Gymnasiums und der HBLA Pitzelstätten. Und dem Team ist es durch Gespräche auch gelungen, die „1-Euro-Partys“ in einer Diskothek abzustellen.
Im Bereich Senioren gab es die „Sicher im Alter“-Kampagne. Rund 500 Personen haben bei diversen Präventionsvorträgen teilgenommen. Und beim Schutz öffentlicher Anlagen hatte man neben dem Schutz vor Vandalenakten auch freilaufende Hunde im Visier, 21 Strafverfahren wurden eingeleitet.
Für heuer hat sich das Projektteam, dem regelmäßig auch seitens des Magistrates Mag. Karin Zarikian, Dr. Heimo Kadiunig und Dr. Wolfgang Posch und seitens der Exekutive Oberstleutnant Wolfgang Pittino und Chefinspektor Georg Pöcher angehören, als Schwerpunkte verstärkt Lärmmessungen, Strandbadkontrollen und die Überwachung der öffentlichen Parkanlagen vorgenommen.

 

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