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10 Jahre Robert-Musil-Literatur-Museum

(25.10.2007)
Am 6. November vor 10 Jahren wurde in der Bahnhofstraße 50 - im Geburtshaus des Schriftstellers Robert Musil - mit dem Klagenfurter Literaturhaus auch das Robert-Musil-Literatur-Museum eröffnet. Es hat sich zu einem "open house" für die Literatur in Klagenfurt entwickelt!
Am 6. November 1997 ist in der Bahnhofstraße 50 - im Geburtshaus des Schriftstellers Robert Musil – das Klagenfurter Literaturhaus eröffnet worden. Das Musil-Haus ist heute über die Grenzen des Landes hinaus bekannt.

„Der Beschluss, im Musil-Haus ein Haus der Literatur entstehen zu lassen war ein kulturpolitischer Meilenstein“ erinnert sich Kulturabteilungsleiter Dr. Karl Princic, einer der „Geburtshelfer“ dieses Projekts, und ist stolz „dass sich dieses Kind unserer Kulturlandschaft so prächtig entwickelt hat“. Auch Kulturstadtrat Albert Gunzer, der heute, Donnerstag, Vormittag im „Literatursalon“ des Museums gemeinsam mit Musilmuseumsleiter Dr. Heimo Strempfl und dem Kulturamts-Boss die letzten zehn Jahre Revue passieren ließ, ist froh, „ein literarisches Kompetenzzentrum“ in Klagenfurt zu wissen. „Denn in einer Stadt, die mit dem Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerb jeden Frühsommer im Blickpunkt internationalen Interesses steht muss es auch einen ganzjährigen beachtenswerten Literaturbetrieb geben“.
Im Musil-Haus untergebracht sind das von der Kulturabteilung der Stadt Klagenfurt geführte Robert-Musil-Literatur-Museum (Parterre), das Robert-Musil-Institut für Literaturforschung der Universität Klagenfurt (1. Stock) und die IG Autoren Kärnten.

Das Musilmuseum hat sich in den vergangenen zehn Jahren zur Basis für viele interessante Projekte entwickelt. So betreut Musilmuseumsleiter Dr. Heimo Strempfl mit dem Klagenfurter Literaturkurs, dem so genannten „Kleinen Bruder“ des Bachmannbewerbes, eine wunderbare Einrichtung für junge Schriftsteller, die im Vorfeld des Bewerbes im Musil-Haus mit etablierten Autoren arbeiten und Kontakte zu Verlegern, Lektoren und Literaturschaffenden knüpfen können. Aktuellstes Beispiel: mit Thomas von Steinaecker war 2006 ein talentierter junger Autor aus Deutschland als Stipendiat beim Klagenfurter Literaturkurs. Er konnte hier seinen Verlagskontakt für sein Romandebut „Wallner beginnt zu fliegen“ knüpfen – ein Buch, für das Steinaecker heuer mit dem ZDF-aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet wurde und auf der Shortlist für den deutschen Buchpreis nominiert war.

Mit „Wallner beginnt zu fliegen“ ist Thomas von Steinaecker übrigens am 6. November (am Jubiläumstag des Musilmuseums) im Musil-Haus zu Gast (Beginn: 19.30 Uhr – Eintritt frei!).

Das Musilmuseum veranstaltet auch regelmäßig Lesungen, zu denen regelmäßig sehr viel begeistertes Publikum erscheint. Auch die Lesungsreihen „kelag erlesen“ und „literatour.at“ (eine Kooperation mit dem Katholischen Akademikerverband“ erfreuen sich großer Beliebtheit und bringen neben etablierten Kärntner Autoren auch junge Schriftsteller aufs Podium und immer wieder ehemalige Literaturkursteilnehmer nach Klagenfurt.

Auch als Galerie wird das Museum, das mit seiner ständigen Ausstellungen über Leben und Werk von Robert Musil, Ingeborg Bachmann und Christine Lavant international bekannt ist, gerne besucht. Museumsleiter Strempfl lädt regelmäßig Künstler zu Ausstellungen ein, die in ihrem malerischen oder graphischen Werk Verbindung zur Literatur aufnehmen.
Derzeit sind Arbeiten von Regina Hadraba zum Werk von Christine Lavant zu sehen (noch bis 10. November).

Das Musil-Haus ist in seinen ersten zehn Jahren zu einem „open house“ für Literatur in Klagenfurt geworden.
Das Jubiläum wird gemeinsam mit dem Robert-Musil-Institut für Literaturforschung gefeiert werden – das Programm wird in Kürze bekannt gegeben.

Hier geht's zur Homepage des Robert-Musil-Literatur-Museums


 

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