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HL Strecke: Keine "Berliner Mauer" durch die Stadt

(22.10.2007)
„Über 40.000 Menschen in der Stadt kann man nicht einfach so drüberfahren, wie es der Landesverkehrsreferent will. Das werden wir nicht zulassen“, stellte Bürgermeister Harald Scheucher in einer Pressekonferenz am Montag fest. 
Das Stadtoberhaupt weiter: „Leider scheint es hier nicht um eine sachliche Lösung zu gehen, sondern darum, mit allen Mitteln gegen den Bürgermeister der Landeshauptstadt zu agieren“. Scheucher legte auch eindrucksvolle Fotomontagen vor, wie eine Einhausung der Strecke durch Klagenfurt aussehen könnte. Ob abgesenkt oder nicht – es sieht grässlich aus, wie die Bilder dokumentieren.

Davon wären 40.000 Bewohner in St. Peter, Fischl, St. Ruprecht, Waidmannsdorf und St. Martin betroffen, „unzumutbar“ so Scheucher.
Er kritisierte auch, dass Untertunnelungen in St. Pölten und Innsbruck sehr wohl möglich wären und auch gemacht werden. „Dasselbe Recht muss auch für Klagenfurt gelten“, stellt der Bürgermeister fest.

Für die Landeshauptstadt käme bei Nutzung der Bestandstrecke lediglich eine Untertunnelung in Frage, sollte dies aus technischen Gründen nicht möglich sein, muss eine detaillierte Untersuchung aller anderen Trassen erfolgen, fordert Scheucher. Der Bürgermeister verweist auch darauf, dass die anderen Korridorvarianten nur oberflächlich analysiert worden seien und die Entscheidung für die so genannte Wörthersee-Nord Trasse rasch gefallen sei.
Klagenfurt habe immer gefordert, den Personenverkehr in das Zentrum zu führen und mit dem Güterverkehr dieses zu umfahren – wie es international üblich ist. Entgegen dieser international üblichen Vorgehensweise wurde für die HL-Strecke in Kärnten Güter- und Personenverkehr nicht getrennt.
„Es ist absurd auf einer Streckenführung des 19. Jahrhunderts den Güterverkehr des 21. Jahrhunderts zu transportieren“, kritisiert der Klagenfurter Bürgermeister.
Foto: Stadtpresse/Burgstaller
 
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