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Kranzniederlegung am Grab von Julien Green

(13.08.2008)
Am 13. August 2008, jährte sich zum 10. Mal der Todestag des weltberühmten Schriftstellers Julien Green. Seine Gruft befindet sich in der Stadtpfarrkirche Klagenfurt. Der Romancier starb kurz vor seinem 98. Geburtstag in Paris, er wurde auf eigenen Wunsch in der Stadtpfarrkirche St. Egid in Klagenfurt bestattet. Im Gedenken an den großen Schriftsteller ließ Bürgermeister Harald Scheucher heute Nachmittag einen Kranz bei der Gruft Julien Greens in der Stadtpfarrkirche nieder legen.
Green war viele Jahre mit dem früheren Intendanten des Klagenfurter Stadttheaters, Herbert Wochinz, verbunden. Klagenfurt lernte er 1990 kennen, als sein Stück "Der Automat" am Stadttheater uraufgeführt wurde. Bei einem Besuch in der Stadtpfarrkirche St. Egid war Green tief ergriffen durch ein altes, sehr verehrtes Marienbild und äußerte den Wunsch, hier begraben zu werden.
Julien Green wurde am 6. September 1900 in Paris als Kind protestantischer amerikanischer Eltern geboren und wuchs zweisprachig (französisch/englisch) auf. Nach dem frühen Tod der Mutter 1914 konvertierte er mit 15 Jahren zur Katholischen Kirche, von der er sich aber wieder löste. Nachdem er sich dem Buddhismus zugewandt hatte, bekannte er sich 1939 erneut zum katholischen Glauben. 1919-1921 studierte er an der Universität von Virginia Literaturwissenschaften und kehrte danach nach Frankreich zurück. Während der deutschen Besetzung Frankreichs hielt er sich von 1940 bis 1945 in den USA auf und unterstützte von dort aus die französische Résistance.
Green gehörte zu den größten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Sein literarisches Werk aus mehr als 70 Schaffensjahren umfasst Romane, Theaterstücke, Erzählungen, Essays und seine 17bändigen Tagebücher.
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