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25. 11.: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

(21.11.2008)
Gewalt an Frauen – egal ob in den eigenen vier Wänden oder beispielsweise durch Stalking – ist nach wie vor ein aktuelles Thema. Am 25. November findet heuer der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt – für Frauenreferentin StR. Mag. Andrea Wulz eine gute Gelegenheit um auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit Mag. Ingrid Schwarzenbacher vom Frauenhaus, Mag. Roswitha Bucher von der Interventionsstelle gegen familiäre Gewalt und mit Mag. Astrid Malle, Leiterin des Frauenbüros der Stadt lud sie zu einem Pressegespräch.

Die Frauenplattform der Stadt Klagenfurt bietet ein großes Netzwerk mit Hilfe in allen Lebenslagen an. Geht es um häusliche Gewalt sind vor allem das Frauenhaus der Stadt und die Kärntner Interventionsstelle gegen familiäre Gewalt gefragt.

Frauenhaus – ein Ort für Hilfe und Schutz
Sobald eine Frau sich entschieden hat, ihren Partner zu verlassen, hat sie (mit oder ohne Kinder) die Möglichkeit, im Frauenhaus unter zu kommen. Die Unterkunft ist kostenlos und bietet den Opfern Hilfe und Schutz an. Das Frauenhaus berät in finanziellen und rechtlichen Fragen oder bei der Wohnungs- und Arbeitssuche. „In der letzten Zeit bemerkten wir auch einen Anstieg an hilfesuchenden Frauen mit starkem Migrationshintergrund.“, erklärt Mag. Ingrid Schwarzenbacher vom Frauenbüro. Auch hier wird den Frauen, z.B. durch die Hilfe von Dolmetschern, etc. geholfen. Innerhalb des Hauses versorgen sich die Frauen selbst (mit Kochen, Wäsche waschen, die Erziehung der Kinder usw.). Ziehen die Frauen wieder aus, gibt es auch eine Nachbetreuung. Im Jahr 2007 suchten über 80 Frauen Schutz im Frauenhaus in Klagenfurt.

Interventionsstelle gegen familiäre Gewalt
Die Interventionsstelle hilft gegen familiäre Gewalt, Stalking, bietet Gefährlichkeitseinschätzungen und Sicherheitspläne, juristische und psychologische Beratung oder die Prozessbegleitung in Strafverfahren an. „Wir haben heuer bereits ein plus von 20 Prozent der Frauen, die bei uns Hilfe suchen.“, betont Mag. Roswitha Bucher von der Interventionsstelle in Klagenfurt. Mit dem Stalking kam vor zwei Jahren ein neuer Aufgabenbereich hinzu – seit 2006 ist Stalking („beharrliche Verfolgung“) ein Strafdelikt.
80 % der Stalking-Opfer sind Frauen – es beginnt oft nach einer Beendigung einer Beziehung – unerwünschte Anrufe, auflauern, SMS uvm. machen den Frauen ein normales, unbeschwerliches Leben unmöglich. Auch hier hilft die Interventionsstelle mit Beratung und Hilfe.

Die Frauenplattform der Stadt Klagenfurt bietet demnach viel Hilfe, Beratung und Präventivmaßnahmen an. Das Thema Gewalt an Frauen sollte noch viel mehr öffentlich behandelt werden, da auch andere Aspekte, wie die Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung oder Ehrenmorde passieren – und das nicht nur in Afrika oder muslimischen Ländern – auch in Österreich gibt es viele, ausschließlich weibliche Opfer, denen geholfen werden muss.
„Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft ist der erste Schritt in die richtige Richtung.“, betont Stadträtin Mag. Andrea Wulz zuletzt.

Um ein Zeichen zu setzten, ließ die Frauenplattform Klagenfurt hunderte Luftballone in die Luft steigen – um so auf „Frei leben ohne Gewalt“ aufmerksam zu machen!

Informationen zu allen Institutionen der Frauenplattform der Stadt Klagenfurt unter www.klagenfurt.at/frauen.



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