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Letzter Weg von LH Dr. Jörg Haider

(18.10.2008)
Mit dem Kärntnerlied 'Is schon still uman See' begann Samstag für Landeshauptmann Dr. Jörg Haider der letzte Weg.

Auf dem Neuen Platz nahmen die Familie mit Gattin Claudia, den Töchtern Cornelia und Ulrika, Mutter Dorothea und das öffentliche Leben Abschied vom Kärntner Landeshauptmann. Gesäumt wurde der Neue Platz von tausenden Menschen, die zu der Trauerfeier aus ganz Kärnten angereist waren. Der Trauerzeremonie wohnten neben Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer noch zahlreiche weitere hohe politische Repräsentanten bei.
"Du warst ein ganz Großer", betonte Teddy Inthal, ein Bergkamerad Jörg Haiders. Bekanntlich gehörte Jörg Haiders Liebe den Kärntner Bergen, vor allem der Großglockner hatte es ihm angetan. Ex-Innenminister Dieter Böhmdorfer bezeichnete die Anteilnahme der Menschen als eine in Österreich noch nie dagewesene Welle der Trauer. "Er wußte, was gesagt werden mußte und er hat alles so gesagt, daß es die Menschen verstanden haben", so Böhmdorfer.
Sehr emotional war die Trauerrede von Bürgermeister Harald Scheucher. "Wir verabschieden uns heute von einem großen Kärntner, den niemand je vergessen wird können", so Scheucher, der weiter anführte, dass mit Jörg Haider ein Politiker gegangen ist, der neue Maßstäbe setzte. "Wir haben einen großen Politiker und großartigen Menschen verloren, der wie kein anderer die Gabe hatte, alles auf den Punkt zu bringen, der Herzkönig und das Trumpfas Kärntens sind nicht mehr", betonte Scheucher.
Landesrat Uwe Scheuch betonte, dass Jörg Haider 38 Jahre lang die Kärntner Politik geprägt hat. "Kärnten ist durch ihn schöner geworden, es liegt nun an uns, das politische Erbe weiterzuführen", appellierte Scheuch.
Der amtsführende Landeshauptmann Gerhard Dörfler betonte, daß man in der letzten Woche in Kärnten gemerkt hat, dass mit dem Tod von Jörg Haider in Kärnten die Uhren stehen geblieben sind. "Jörg Haider hat eine neue Art der Politik gemacht, er hat Kärnten verjüngt", so Dörfler, der anmerkte, dass diese Spuren in Kärnten ewig sichtbar bleiben werden.
"Wir verabschieden uns heute von einem Mann, dessen Werk noch lange nicht abgeschlossen ist", betonte LH Herbert Sausgruber als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz.
Mit bewegenden Worten nahm Bundeskanzler Alfred Gusenbauer Abschied. "Jörg Haider war ein Mann, der niemanden kalt gelassen hat, weder im positiven noch im negativen Sinn", so Gusenbauer. "Er hat ein feines Gespür dafür gehabt, was sich ändern muss und ich zolle ihm hohe Anerkennung und Respekt", so Gusenbauer, der gemeinsam mit Haider einige wichtige Projekte für Kärnten durchgebracht hat.
Nach der Bundeshymne und zu den Klängen des Kärntner Heimatliedes zog die Trauergemeinde zur Domkirche, in der ein Requiem stattfand.
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