Zum Inhaltsbereich springen

Chancen für Frauen aus allen Nationen

(06.03.2009)
In Klagenfurt leben derzeit 9431 Menschen aus dem Ausland, davon sind 4586 Frauen. Etwa ein Drittel davon sind Unionsbürger. Der größte Teil sind jedoch Personen aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien. Gemeinsam mit der Klagenfurter Frauenbeauftragten Mag. Astrid Malle und Mag. Maria Cervenka von der Projektgruppe Frauen informierte Klagenfurts Frauenreferentin Stadträtin Andrea Wulz über die Probleme der Migrantinnen.
„Klagenfurt ist keine typische Einwandererstadt. Die Landeshauptstadt hat mit dem Integrationsleitbild, das 2008 unter Mitarbeit aller Magistratsab¬teilungen beschlossen wurde, für Frauen viele Akzente gesetzt“, so Mag. Wulz. Bei den aktuellen Forderungen steht das eigen¬ständige Aufent¬haltsrecht und eine Arbeitsbewilligung für Migrantinnen ab der Einreise nach Österreich an erster Stelle.
Eine Scheidung ist für Migrantinnen existenzgefährdend, da sie die Bedingungen für eine Aufenthaltgenehmigung meist nicht erfüllen können. Dazu zählen ein Mindestverdienst von 772,40 Euro, Krankenversicherung und eine Wohnung, die vorhanden sein muss.
„Es geht auch um den Abbau von Hürden für Frauen am Arbeitsmarkt, die Anerkennung von Qualifikationen aus dem Ausland und die Schaffung von Netzwerken für Migrantinnen“, sagt die Klagenfurter Frauenbeauftragte Mag. Astrid Malle. Sie nennt die Projektgruppe Frauen in der Radetzky¬straße 1 als Paradebeispiel. Diese Erwachsenenbildungseinrichtung ist auch ein Internationales Kommunikationszentrum für Frauen und besteht bereits 25 Jahre.
Das Klagenfurter Integrationsprojekt in den städtischen Kindergärten St. Ruprecht, Morogasse und im „Haus des Kindes“ wurde besonders erwähnt. Hier gibt es ein einzigartiges Angebot für Kinder von ausländischen Familien. Den Müttern und Vätern werden Deutschkurse angeboten, die sehr gut besucht werden.
Die Projektgruppe Frauen bietet mit dem Netzwerk XENIA einen Treffpunkt für Frauen aus aller Welt an. Zweimal im Monat besteht in der Radetzkystraße 1, 2. Stock, die Möglichkeit für Begegnung und  Erfahrungsaustausch. Im März ist es am 6. und 20. März jeweils von 15 bis 17 Uhr. Nähere Informationen gibt es unter Telefon 502 338 oder www.projektgruppe-frauen.at.
Scrolle nach oben