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Einzelhandelsstrukturanalyse präsentiert

(10.11.2009)
Die wesentlichen Strukturdaten des Klagenfurter Einzelhandels haben sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Das ist nur eines der erfreulichen Ergebnisse einer Studie, die nun präsentiert wurde. 

Die Studie wurde von der Stadt Klagenfurt in Auftrag gegeben und von Vizebürgermeister Albert Gunzer vorgestellt. Ausgearbeitet wurde die Studie, die nun als Basis für die künftige wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Landeshauptstadt herangezogen wird, von der CIMA Beratung + Management GmbH aus Ried im Innkreis. Deren Chef, Mag. Roland Murauer, präsentierte die Details gemeinsam mit Vizebürgermeister Gunzer und Susanne Gerlitz-Stissen vom Klagenfurt Marketing.

„Das Ergebnis ist für Klagenfurt durchaus erfreulich“, betonte Gunzer. So ist etwa nicht nur die Bevölkerungszahl in Klagenfurt in den letzten sieben Jahren um 2,6 Prozent angestiegen, Steigerungen gab es auch beim Kaufkraft-Index oder bei der Zahl der unselbstständig Beschäftigten.
Für Mag. Murauer geradezu sensationell ist die Standorttreue der Klagenfurter mit knapp 426 Millionen Euro Umsatz. Hier liegt Klagenfurt nur hinter Graz. Außerdem sind 81 Prozent der Befragten – es wurden 7.300 Haushaltsinterviews in Klagenfurt, Kärnten, Osttirol, Steiermark, Oberitalien und Slowenien – mit Klagenfurt als Einkaufsstadt zufrieden. Das ist u. a. auch auf die drei „Kronjuwelen“ des Handels, nämlich Bekleidungs-, Elektro- und Möbeleinzelhandel zurückzuführen. In allen drei Bereichen gibt es in Klagenfurt die entsprechende Dichte und mitunter Betriebe, die sonst nirgendwo in Kärnten sind.

Italiener lassen mehr Geld in Klagenfurt

Sieht man sich die Kaufkraftbilanz zu den wichtigen Konkurrenten Villach, Norditalien und Slowenien an, so profitiert Klagenfurt bei allen drei Standorten. Während Klagenfurter in Norditalien etwa „nur“ 2,2 Millionen Euro ausgeben, lässt der Italiener rund 26 Millionen Euro in Klagenfurt. Ähnlich die Bilanz auch mit Slowenien.
„Sieht man sich den Einzelhandel in Klagenfurt näher an, so werden ein Drittel der Umsätze in der Innenstadt erwirtschaftet“, so Mag. Murauer, der diese Kaufkraft auch auf die City Arkaden zurückführt. Getrübt wird das Ergebnis aber durch die Nettoflächenproduktivität, die in Klagenfurt deutlich hinter den Werten vergleichbarer Städte liegt. Das und die Standortdichte lassen den Schluss zu, dass keine weiteren Verkaufsflächen nötig sind.

Aufgrund dieser Studie empfiehlt Mag. Murauer den Verantwortlichen der Stadt eine sehr sensible Standortpolitik, ein konzentriertes Standortmarketing und ein verbessertes Serviceangebot für inhabergeführte Handelsbetriebe.
„Die Studie soll nun als Motivation dienen, in Klagenfurt zu investieren“, so Vizebürgermeister Albert Gunzer, der für Klagenfurt eine gemeinsame Offensive für den Wirtschafts- und Kulturraum Klagenfurt anstrebt.
Die Kosten für die Erstellung der Studie lagen bei 38.000 Euro.
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