Zum Inhaltsbereich springen

Landesgedächtnisstätte wird saniert

(31.08.2010)

Die Landesgedächtnisstätte am Kreuzbergl wird generalsaniert. Am 10. Oktober soll ein Großteil der Arbeit bereits abgeschlossen sein.

Fährt man die Radetzkystraße stadtauswärts, so sind die Kreuzberglkirche samt Landesgedächtnisstätte und dem Kreuzweg ein unvergleichlicher Blickfang. Jahre und Witterung haben der Gedächtnisstätte, die an die Opfer der beiden Weltkriege erinnert, schwer zugesetzt. „Die Spenden und Mitgliedsbeiträge, die wir im Verein einnehmen, haben bestenfalls für kleine Sanierungsarbeiten gereicht“, betont Militärkommandant Brigadier Mag. Gunther Spath, der auch Obmann des Vereins „Freunde der Landesgedächtnisstätte“ ist. Bei Klagenfurts Kultur- und Finanzreferent Vizebürgermeister Albert Gunzer ist Spath mit seinem Anliegen, sich für eine Generalsanierung für diesen „Ort der Erinnerung“ einzusetzen, auf offene Ohren gestoßen.

Nach einem einstimmigen Beschluss im Klagenfurter Stadtsenat wurde bereits im Vorjahr der Kreuzweg samt den Mosaiken des Kärntner Künstlers (mit steirischen Wurzeln) Karl Bauer renoviert und restauriert worden. Heuer ist die Landesgedächtnisstätte samt der umliegenden Anlage an der Reihe.

120.000 Euro werden, wie Vzbgm. Albert Gunzer betont, „trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten“ in die Generalsanierung investiert. „Denn diese Gedächtnisstätte hat historische, kulturelle und touristische Bedeutung in unserer Landeshauptstadt“. Gunzer dankt in diesem Zusammenhang auch Landeskultur- und finanzreferent Mag. Harald Dobernig, sowie dem Bundesdenkmalamt und der Diözese, die sich an der Finanzierung beteiligen. Stadt Klagenfurt und Land Kärnten tragen jeweils 40.000 Euro zu den Sanierungskosten bei, Bundesdenkmalamt und Diözese je 20.000 Euro.

Die Abteilung Stadtgarten betreut seit rund 50 Jahren das Kreuzbergl und die Anlage rund um die Landesgedächtnisstätte, betont Stadtrat Wolfgang Germ. Jetzt zeichnet das Stadtgarten-Team auch für das große Sanierungsprojekt verantwortlich. Begonnen wurde mit der Entwicklung eines Systems, das ein schadloses Abrinnen von Regenwasser möglich macht. „Kreuzberglschiefer zieht das Wasser an, nimmt es zum Teil sogar auf und gibt es nur langsam wieder nach Außen ab. Das setzt der Anlage stark zu“, erklärt Stadtgarten-Chef DI Heinz Blechl. Außerdem werden die Treppen saniert und umgebaut, die teils verunkrauteten Rasenflächen neu gestaltet und auch die Sicht von der Radetzkystraße zur Kreuzberglkirche und der Gedächtnisstätte soll wieder frei werden. Angewehte Pflanzen und solche, die sich über die Maßen ausgebreitet haben und Teile des Denkmals einwuchern, werden beseitigt.

„Mit der Arbeit am oberen Bereich der Landesgedächtnisstätte wollen wir bis zu den Feierlichkeiten am 10. Oktober fertig sein“, so DI Blechl, der Bereich um das Golgotha-Denkmal wird im Frühjahr 2011 fertig gestellt.

Scrolle nach oben