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Präventionsprogramm optimiert

(08.02.2010)
Mit strafferen Strukturen hält Gesundheitsreferentin Vzbgm. Dr. Maria-Luise Mathiaschitz trotz Sparens die hohe Qualität im Gesundheitsamt.

„Die Gesundheit der Menschen und die Förderung des Gesundheitsbewusstseins in Klagenfurt ist für mich als Politikerin und Ärztin ein Auftrag“, betont Gesundheitsreferentin Vzbgm. Dr. Maria-Luise Mathiaschitz.
In Zeiten, in denen Sparen angesagt ist, müsse es, so Mathiaschitz, trotzdem möglich sein, speziell in diesem Bereich die hohe Qualität zu halten. Gemeinsam mit Dr. Klaus Fillafer, dem neuen Leiter der Abteilung Gesundheit der Stadt Klagenfurt, Dr. Birgit Trattler (Leiterin der Gruppe „Amtsärztlicher Dienst“) und der Leiterin der Zahnprophylaxe, Dr. Gertraud Karlo, wurde in den letzten Tagen und Wochen nach sinnvollen Möglichkeiten gesucht, wie man durch Strukturstraffung und durch optimale Nutzung von Synergien im „Gesundheitsamt“ sparen und gleichzeitig Qualität erhalten, oder sogar steigern kann.

Dr. Birgit Trattler, die bisher für den Bereich „Prävention und Schulgesundheit“ zuständig war, wird jetzt Dr. Fillafers Stellvertreterin und übernimmt damit die Gruppe „Amtsärztlicher Dienst“ im Gesundheitsamt, wofür bisher Dr. Fillafer zuständig war. Ihr bisheriger Bereich „Prävention und Schulgesundheit“ wird mit der Zahnprophylaxe zusammen geführt, die Leitung dieser beiden Bereiche übernimmt von nun an Dr. Gertraud Karlo. „Wir haben damit einen Leiterposten eingespart und können unser umfangreiches Präventionsangebot, womit wir österreichweit Pionierarbeit leisten, behalten“, freut sich Vzbgm. Dr. Mathiaschitz.

Die Zahnprophylaxe wird sich ab dem kommenden Semester verstärkt um die Zahngesundheitserziehung in den Kindergärten und Volksschulen kümmern, die Untersuchungen werden künftig die Schulärzte mit übernehmen. „So können Doppelgleisigkeiten vermieden werden“, erklärt das Gesundheits-Team der Stadt. Denn Kinder werden ohnehin reglemäßig von Schulärzten untersucht: Wenn Haltungsschäden, Fußfehlstellungen, etc. festgestellt werden, notiert der Schularzt „Auffälligkeiten“ auf einer Karte. Jetzt kommen auch die Zähne dazu. Sollten Karies oder eine Fehlstellung am Kindergebiss festgestellt werden, zeichnet dies ab sofort ebenfalls der Schularzt auf und leitet die Ergebnisse der Untersuchung an die Eltern weiter.

Prävention und Prophylaxe genießen in Klagenfurt einen hohen Stellenwert. Mit der Zahnprophylaxe wurde bereits vor mehr als 20 Jahren begonnen, „wir waren damals absolute Vorreiterstadt“ so Dr. Karlo. Mit Erfolg: denn im Kärntner Städtevergleich haben die Klagenfurter Kinder die mit Abstand gesündesten Zähne, sogar österreichweit liegen die Kinder der Kärntner Landeshauptstadt mit gesunden Gebissen im Spitzenfeld.

Und auch mit Augenmerk auf gesellschaftliche Veränderungen soll in Klagenfurt weiterhin der Schwerpunkt auf Vorbeugung und Bewusstseinsbildung liegen. „Man muss sich genau anschauen, was wird heute gebraucht, und nicht unreflektiert an allem festhalten“, betont Mathiaschitz. Der Gesundheitsreferentin der Stadt, die selbst Medizinerin ist, ist die Prävention bei Kindern und Jugendlichen besonders wichtig.

Dr. Birgit Trattler hat diesen Bereich in der Stadt aufgebaut. Der Schwerpunkt liegt hier bei den Themen Alkohol, natürlich Nikotin, der, wie Dr. Trattler sagt, „von Eltern oft zu leicht genommen wird“. Ernährung zählt zu den wesentlichen Bereichen, aber auch Mobbing im Klassenzimmer, Cybermobbing und sexueller Missbrauch sind Angelegenheiten, die in der heutigen Zeit immer ärgere Ausmaße annehmen. „Da braucht es selbstbewusste Kinder, die ‚Nein’ sagen und sich wehren können“, so Dr. Trattler, und daran arbeitet das Präventionsteam mit unterschiedlichsten, altersspezifischen Projekten in den Volks- und Hauptschulen.
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