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So wird das Klagenfurter Kulturjahr 2010

(18.02.2010)
Stadtschreiber, Sommertheater, Kreativwirtschaft und neue Kultur-Homepage - das, und noch viel mehr, wird im heurigen Jahr Klagenfurt bereichern.

„In Zeiten des Sparens sind wir im Bereich Kultur in Klagenfurt umso kreativer“. Vizebürgermeister Albert Gunzer zog in seiner Pressekonferenz zum „Kulturjahr 2010 in Klagenfurt“ kurz Bilanz über seine bisherige Tätigkeit als Kulturreferent der Kärntner Landeshauptstadt, richtete seinen Blick jedoch gleich in Richtung nahe kulturelle Zukunft.

„Ich bin sehr stolz, dass es in meiner Amtszeit gelungen ist, mit dem ‚Theater Halle 11’ die lang ersehnte Mittelbühne zu installieren. Auch mit dem Jazzclub-Kammerlichtspiele und dem Kleinkunstpreis ‚Herkules’ ist es gelungen, wichtige Schwerpunktprojekte in den einzelnen Kunstsegmenten zu setzen“, so Gunzer.
Im April vergangenen Jahres hat Vzbgm. Albert Gunzer sein Team in der Kulturabteilung aufgestockt: mit MMag. Manuela Tertschnig, seit April fixer Bestandteil des Kulturteams und Mag. Waltraud Isimekhai, die sich als freie Mitarbeiterin mit vielen kreativen Inputs einbringt, ist es gelungen, die Plattform „Kulturraum Klagenfurt“ ins Leben zu rufen. Unter diesem Leitgedanken werden die unterschiedlichsten Orte und Plätze in Klagenfurt bespielt. Die bekanntesten Beispiele dafür sind die Livekonzertreihe „Jazz around the World“ in Minimundus oder „Bachmann erfahren“ im Nostalgiebus. Beide Veranstaltungen wird es im kommenden Sommer wieder geben, versprach Gunzer.

Ein weiterer „neuer Ort“ soll heuer ebenfalls regelmäßig bespielt werden: der Verein „Lendhauer“ wird für Belebung des Lendhafens sorgen.
Ab Mai wird wieder ein Stadtschreiber in Klagenfurt tätig sein. Karsten Krampitz wird ab Mai 2010 für fünf Monate das Schriftstelleratelier im Europahaus bewohnen und hier, in Klagenfurt, literarisch arbeiten. Der deutsche Autor hat im Vorjahr beim Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerb mit seinem Text „Heimgehen“ die Zuhörerschaft begeistert und den „Kelag Publikumspreis“ gewonnen.

Sommertheater wird von Mitte Juni bis Mitte Juli im Innenhof des Stadthauses gespielt. Der in Klagenfurt geborene Schauspieler Wilhelm Prainsack kommt, so Manuela Tertschnig „mit einem jungen Theaterensemble in seine Heimatstadt und wird Vormittags Theater für Kinder bzw. Schulklassen machen, Abends gibt es Nestroy“. Bei Schlechtwetter steht für die Theateraufführungen der Napoleonstadel als Ausweichquartier zur Verfügung.

Die Plattform „Kulturraum Klagenfurt“ steht aber nicht nur für kulturelle Veranstaltungsreihen, sondern will auch als Brücke zwischen Kultur und Wirtschaft wirken. „Mein nächstes Ziel ist es, Kreativwirtschaft, eine Verbindung zwischen Künstlern, Wirtschaftstreibenden und Architekten zu realisieren. Das läuft in Städten wie Wien oder Linz mit großem Erfolg“, so Gunzer. Als Auftakt ist Anfang März eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen der Stadt Linz, dem Autor und Journalisten Reinhold Gruber und den „Alpenpendlern“ Barbara Steiner und Christoph Abel, die bis vor Kurzem in der Bahnhofstraße das ideenbringende „Diplomstudio“ betrieben haben.

Alle Kulturtermine der Stadt sind übrigens auf dem neu eingerichteten „Kulturserver“ www.kulturraum-klagenfurt.at zu finden. Hier sind sämtliche Veranstaltungstermine und alle heimischen Kulturinitiativen registriert. Veranstalter können sich übrigens einloggen und können ihre Termine über diese neue Website kommunizieren.

Für 2011 stellt Kulturreferent Albert Gunzer übrigens ein groß angelegtes Stadtkulturfestival (in Anlehnung an die „Woche der Begegnung“ in Aussicht) in Aussicht. Für das Konzept wird Andreas Staudinger verantwortlich sein, verrät Manuela Tertschnig.

Was die Finanzierung kommender und neuer Kulturprojekte in Klagenfurt betrifft, sollen und müssen künftig auch Sponsoren und EU-Gelder lukriert werden. Dafür wurde nun eine „Kultur GesmbH“ gegründet.

 

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