Zum Inhaltsbereich springen
Seite teilen

Klagenfurter Sozialpreis vergeben!

(27.01.2010)
Bei einer stimmungsvollen Feier im Stadthaus wurde der Sozialpreis an Institutionen vergeben, die sich für benachteiligte Menschen einsetzen.

Mit der Auszeichnung „Helfende Hände“ sollen Menschen, Vereine, Institutionen geehrt werden, die sich „Tag für Tag, oft fernab der Öffentlichkeit und unbedankt, für benachteiligte Mitmenschen einsetzen“ (Bürgermeister Christian Scheider).

Der Klagenfurter Bürgermeister ist Initiator des Sozialpreises, der ihm sehr am Herzen liegt. „Ohne die Hilfe so vieler engagierter Mitbürger und Mitbürgerinnen könnten in unserer Stadt im Sozialbereich nicht so großartige Leistungen vollbracht werden, die Stadt allein könnte das nicht schaffen“, lobte Scheider. Für den Bürgermeister ist es auch gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig, dass „alle engagierten, kreativen Köpfe zusammenarbeiten um den Schwächsten in unserer Gesellschaft zu helfen“. Einen herzlichen Dank gab es von ihm für Ferdinand Mossegger, Leiter der städtischen Abteilung Soziales für die Organisation von Preis und Veranstaltung. Die Einreichungen, sie konnten auch online über eine eigene, von der Klagenfurter Firma wuapaa gestaltete Plattform gemacht werden, bewertete eine Jury mit Alt-Bürgermeister Leopold Guggenberger und Gattin Irmgard, Claudia Haider, Dr. Susanne Koschier und Ferdinand Mossegger.

Der erste Preis dotiert mit 1.500 ging an den Verein „Malen ohne Barriere“ und den Obmann Reinhold Schütz.  Der Verein unterstützt die bildnerische Förderung bei schwerst- und mehrfach behinderten Kindern und Jugendlichen in Schulen und sozialen Einrichtungen und finanziert die Materialien für Malerei, Grafik und Bildhauerei. Reinhold Schütz ist selbst Lehrer an der Sonderschule für Schwerstbehinderte in Klagenfurt, einige der Kunstwerke seiner Schützlinge, waren bei der Preisverleihung ausgestellt.

DIE PREISTRÄGER

Mit dem zweiten Preis (1.000 Euro) wurde das „Forum besser Hören“, des Schwerhörigenzentrums Kärnten ausgezeichnet. Den Preis in Empfang nahm Mag. Brigitte Slamanig entgegen. Das Forum ist Anlaufstelle für alle Personen mit Hörschäden und bietet Information, Hilfestellung aber auch Kommunikation mit gemeinsamen Aktivitäten und wöchentlichen Treffpunkten. Technische Hilfsmittel zur Verbesserung der Lebensqualität werden zu stark reduzierten Preisen organisiert. Wichtig ist es, Menschen, die von dieser Behinderung betroffen sind, klar zu machen, dass sie sich nicht aus der Gesellschaft zurückziehen sollen.

SOMA Klagenfurt, die Sozialmärkte, die sozial schwachen Menschen ermöglichen, Produkte des täglichen Bedarfs zu günstigen Preisen einzukaufen, sind längst ein Begriff. In Klagenfurt gibt es zwei solcher Einkaufsmärkte mit 2.330 Kunden. SOMA Klagenfurt gibt es bereits seit 10 Jahren, nun wurden sie mit dem dritten Platz (700 Euro beim Klagenfurter Sozialpreis) ausgezeichnet. Den Preis übernommen hat die engagierte Obfrau Liselotte Suette.

Der vierte Platz mit 500 Euro wurde an die Selbsthilfegruppe Alzheimer mit Hannelore Pacher und Reinhold Walcher vergeben. Die Selbsthilfegruppe will Kraftquelle für Alzheimerkranke und deren Angehörige sein. Vermittelt wird hier auch das nötige Fachwissen zum besseren Umgang mit der Erkrankung.

Vier Anerkennungspreise wurden ebenfalls verliehen und zwar an:
Mag. Joze Andolsek, Religionslehrer am Bundesrealgymanasium für Slowenen für sein Hilfsprojekt „Afrika, Afrika“,
die Jungen Lions „Leo Club Alpina“ mit Obfrau Sandra Wassermann für ihre Hilfsaktionen für sozial schwache Menschen, die städtische Volksküche (Leiterin Gertraud Hollauf) und das Tierheim „Garten Eden“ mit Heidi Lepuschitz.

Der Leiter der Abteilung Soziales, Ferdinand Mossegger, erklärte, dass es heuer wieder für die Jury sehr schwer gewesen ist, aus den vielen hoch qualitativen Einreichungen die Preisträger zu ermitteln. „Nicht einfach, aber eine sehr schöne Arbeit, wenn man sieht, wie viele Menschen in Klagenfurt sich für sozial Benachteiligte einsetzen“.

Bürgermeister Christian Scheider bezeichnete die Preisverleihung als „kleines Dankeschön für oft einfach unglaubliche Leistungen“ und versprach, dass es den Sozialpreis „Helfende Hände“ auch im nächsten Jahr wieder geben wird.
Die Veranstaltung wurde von der Gruppe „Musica Kontakt“, ein Ensemble beeinträchtigter junger Musiker, mit stimmungsvollen Melodien begleitet.

 

Scrolle nach oben