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Musilmuseum wird größer

(17.06.2010)
Erste optische Zeichen sind gesetzt: das Musil-Museum wird größer. In den Fenstern der neuen Räume hängen bereits Portraitfotos von Musil und Bachmann.

Das Robert-Musil-Literatur-Museum der Landeshauptstadt Klagenfurt wird größer! Jener Teil des Musil-Geburtshauses, in dem bis vor einigen Monaten ein Supermarkt untergebracht war, soll in den nächsten Wochen dem städtischen Literaturmuseum angeschlossen werden. – Der Beschluss für die Umbauarbeiten im Gesamtwert von zirka 300.000 Euro ist in der aktuellsten Sitzung des Klagenfurter Stadtsenates einstimmig gefallen.
Ebenfalls fix ist, so Kultur- und Finanzreferent Vizebürgermeister Albert Gunzer „eine finanzielle Unterstützung der AK-Bibliothek von Seiten der Stadt in der Höhe von 30.000 Euro“. Eine eigene Stadtbibliothek sei, so Gunzer, „nicht erforderlich, wenn wir eine ohnehin bestens geführte Bibliothek gleich ums Eck unseres Literaturhauses haben. Mit der Förderung der Stadt kann das Sortiment der AK-Bibliothek auf dem aktuellsten Stand gehalten werden“.

Das Musil-Literaturmuseum, das sich dem Leben und Werk von Robert Musil, Ingeborg Bachmann und Christine Lavant widmet, bekommt nun 150 Quadratmeter dazu. Hier soll, so Musilmuseumsleiter Dr. Heimo Strempfl ein Ort entstehen, der „Appetit auf Literatur“ macht, eine Art „Literatur Lounge“ mit Büchern, einem kleinen Café etc., mehr zum Konzept will Strempfl aber noch nicht verraten. Nur so viel: eröffnet werden die neuen Räumlichkeiten am 6. November, an diesem Tag jährt sich Robert Musils Geburtstag zum 130. Mal.

Für den Um- und Ausbau zeichnet die Hochbauabteilung der Stadt Klagenfurt verantwortlich. „Die Ausschreibung ist erfolgt, es werden ausschließlich heimische Betriebe für dieses Bauvorhaben engagiert“ betont Hochbaureferent Stadtrat Ing. Herbert Taschek. Er ist auch erfreut, dass mit DI Franz Freytag „ein Architekt mit der Planung beauftragt wurde, der von Anbeginn für das architektonische Gesamtkonzept des Literaturhauses verantwortlich war.“

Neu sind übrigens nicht nur die 150 Quadratmeter Museumsraum, sondern auch ein neuer, barriererfreier Eingang, der bahnhofseitig angelegt wird.

Um auf den Umbau hinzuweisen, sind die Fenster der neuen Räumlichkeiten im Parterre des Musil-Hauses nach einer Idee von Wolfgang Rami mit großformatigen Porträts von Ingeborg Bachmann, Robert Musil sowie mit einem Foto des Lavant-Zimmers gestaltet worden.

Die Fotos von Robert Musil sind mit Zitaten versehen, unter anderem mit dem folgenden: „…es gibt vielleicht auf der ganzen Welt kein anderes Mittel, ein Ding oder Wesen schön zu machen, als es zu lieben“ (Robert MUSIL: Der Mann ohne Eigenschaften).

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Die Landeshauptstadt Klagenfurt ist seit dem Jahr 1987 im Besitz des Geburtshauses des österreichischen Dichters von Weltrang und Klassikers der Moderne Robert Musil (1880-1942), das als „Musil-Haus“ bezeichnet wird.

Das 1867 errichtete Haus wurde von der Stadt Klagenfurt in den Jahren 1996 und 1997 zu einem modernen Zentrum für Literatur ausgebaut.

Der Stadtsenat hat in seiner Sitzung vom 18. Mai den Projekt- und Finanzierungsbeschluss für die Erweiterung des Musil Museums, das im Parterre des Musil-Hauses untergebracht ist, gefasst.


 

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