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Neues Bus-Linienkonzept präsentiert

(30.06.2010)
Im Jänner 2011 beginnt für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), also die STW-Busflotte in Klagenfurt, ein neues Zeitalter. Das sternförmige Ausschwärmen der Busse vom Heiligengeistplatz aus gehört dann der Vergangenheit an, ein neues, modernes und vor allem flexibles Linienkonzept soll den Busverkehr in Klagenfurt endlich attraktiver machen. Das Projekt wurde Mittwoch von Bürgermeister Christian Scheider, Verkehrsreferent Stadtrat Peter Steinkellner, Prokurist Dipl.-Ing. Reinhold Luschin (STW AG Mobilität) und Dipl.-Ing. Josef Wogrin (Leiter der Abteilung Kommunale Dienste) präsentiert.

 

Kernpunkte

Die Kernpunkte des neuen Linienplanes sind:
- Bessere bzw. direkte Anbindung vom neuen Klinikum Wörthersee, Universität, Fachhochschule und Flughafen
- Busspuren
- Durchmesserlinien mit weniger Umsteigevorgängen
- Flexible Liniengestaltung
- Mehrfachbedienung durch unterschiedliche Linien
- P & R wird in das Liniennetz integriert
- Erschließung neuer Siedlungsgebiete (Welzengg, Ehrental usw.)
- Tages- und eigenes Nachtnetz (Tagsnetz im 30 Minuten-Takt und Nachtnetz von Montag bis Donnerstag von 20 bis 23 Uhr bzw. Freitag und Samstag von 20 bis 1 Uhr im Stunden-Takt)
- Kostenersparnis von rund 670.000 Euro

Wie Bürgermeister Scheider bei der Präsentation des Linienkonzeptes betonte, ist den Verantwortlichen damit „ein großer Wurf“ gelungen. „Ein gelungenes Konzept, das den Busverkehr in Klagenfurt grundlegend umkrempelt und optimiert und neben auch noch Einsparungen bringt“, so Scheider.
Für Verkehrsreferent Stadtrat Steinkellner hat das bisherige Bussystem in Klagenfurt zahlreiche Mängel.

 

Keine Lufttransporte

„Durch das starre Netzsystem transportieren die Busse in den Abendstunden großteils nur Luft und das oftmalige Umsteigen bzw. die indirekte Route über den Heiligengeistplatz ist auch nicht jedermanns Sache“, so Steinkellner, für den das neue Konzept aus der Sicht des Busbenützers nur Vorteile bringt. „Allerdings ist das nicht der letzte Schritt, denn wir sind flexibel und Verbesserungen werden permanent vorgenommen“, betonte Steinkellner. Da es künftig zu diversen Kursüberschneidungen kommt und die Busse jede Haltesstelle auf ihrer Linie anfahren kann sich der Kursintervall manchmal sogar bis auf fünf Minuten verkürzen. Steinkellner ersucht die Klagenfurter schon jetzt um Verständnis, wenn es aufgrund der radikalen Umstellung anfänglich zu Problemen für die Fahrgäste kommt. „Es wird ein Gewöhnungsprozess werden, der seine Zeit braucht“, so Steinkellner. Daher wird es im Herbst auch eine intensive Medien- und Informationskampagne geben, um die Bevölkerung über die Umstellung aufzuklären und gleichzeitig auch die Vorteile des Busses näher zu bringen. „Unser Ziel ist es, den Bus einmal an den stauenden Autos vorbeifahren zu lassen“, so Steinkellner. Der erste Schritt dazu wird bereits im Juli getan, in der 8.-Mai-Straße und der Burggasse werden Busspuren installiert.

 

Neue Busflotte
Und damit Bus fahren künftig nicht nur durch ein besseres Netz und schnellere Verbindungen attraktiver wird, werden die STW AG auch in neue Busse investieren. „Die Busflotte wird ab nächstem Jahr auf die neueste Generation von Linienbussen umgestellt. Diese sind nicht nur leiser, sondern auch wesentlich sauberer, was die Umwelt noch mehr schont“, so Dipl.-Ing. Reinhold Luschin.

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