Zum Inhaltsbereich springen

Peter Wawerzinek gewinnt Bachmannpreis

(27.06.2010)
Er hat Kritik und Leser hinter sich: Peter Wawerzinek gewinnt den Ingeborg-Bachmann-Preis 2010 und den Publikumspreis!

Mit seiner Geschichte über eine unterschlagene Kindheit hat er Saalpublikum, Kritiker und Jury geleichermaßen berührt. Und gleich im Anschluss an seinen Vortrag am dritten Lesungstag war sich die Jurorenschaft im ORF-Theater, aber auch Journalisten, Zuhörer und Autorenkollegen im Umfeld des Bachmannbewerbes einig: "Endlich ein Schriftsteller, der etwas erlebt, etwas zu erzählen hat. Einer der schreiben kann und es nicht an einem Institut lernen musste".
Peter Wawerzinek war im Alter von zwei Jahren von seiner Mutter, die in den Westen flüchtete, in Ostdeutschland zurück gelassen wurde. In seinem Text "Rabenliebe", mit dem im Bewerb um den 34. Ingeborg-Bachmann-Literaturpreis in Klagenfurt angetreten war, erzählt er die Geschichte dieses zurückgelassenen, aber nie verlorenen Buben in unsentimenaler Sprache, aber dennoch unglaublich berührend. Und wird dafür mit dem mit 25.000 Euro dotierten und von der Gastgeberstadt Klagefurt gestifteten Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Bürgermeister Christian Scheider und Kulturreferent Vzbgm. Albert Gunzer überreichten dem sichtlich überraschten Deutschen die Preisurkunde und gratulierten Wawerzinek herzlich zu diesem großen Erfolg. 
Zusätzlich gratulieren die Leser Wawerzinek zu seinem grandiosen literarischen Text mit dem Hypo-Publikumspreis (5.000 Euro).

Dorothee Elmiger gewinnt den mit 10.000 Euro dotierten Kelag-Preis. Die gebürtige Schweizerin, diedie Jury mit ihrem Text "Einladung an die Waghalsigen" überzeugte, war im Vorjahr Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses!
Der mit 7.500 Euro dotierte 3sat-Preis geht an Judith Zander für ihre Geschichte über ein 16-jähriges Mädchen aus der ehemaligen DDR, die durch eine Vergewaltigung schwanger wird. Und der Deutsche Aleks Scholz, der schon für den Kelag-Preis nominiert und stets in den Stichwahlen einen Preis nach hinten rückte, bekommt den mit 7.000 Euro dotierten Ernst-Willner-Preis. Seine besonders gut gelungene und spannende Erzählung mit dem Titel "google earth" beobachtet die Geschehnisse auf zwei benachbarten, durch eine Hecke getrennte Grundstücke. Auf dem einen spaziert ein Herr mit seinem Hund, auf dem anderen gräbt ein Mann sein eigenes Grab...

Mehr Infos, Texte zum Nachlesen, Downloaden, Jurydiskussionen zum Nachhören und vieles mehr auf der Bachmannpreis-Homepage

 

Scrolle nach oben