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Zwischenbilanz beim EU-Projekt Feinstaubkleber

(14.06.2010)
Als Feinstaubkleber ist CMA+ weithin bekannt, in Klagenfurt steht es im Mittelpunkt eines von der EU geförderten Stadtprojektes. Jetzt wurde Zwischenbilanz gezogen.

Und diese kann sich sehen lassen. Ziel des Projektes ist ja die Reduzierung von Feinstaub und da ist man auf einen guten Weg. Auf den Teststrecken Völkermarkterstraße, Rudolfsbahngürtel und Enzenbergstraße (teilweise) konnte der Feinstaub um fast 30 Prozent (!) gesenkt werden.
Weiteres positives Ergebnis: es gibt keine Gefährdung der Verkehrssicherheit durch das Calcium-Magnesium-Acetat. Als beim vorherigen EU-Projekt der Feinstaubkleber zum Einsatz kam, tachte das Gerücht auf, die Fahrbahnen würden dadurch rutschig.
Gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit und dem ÖAMTC als Partner wurden die Ergebnisse der Teststrecken ausgewertet, Fahrversuche und Bremstests durchgeführt. Bereits jetzt steht fest, dass es durch den Feinstaubkleber keine Verkehrssicherheitsgefährdung gibt.

Umweltschutzreferentin Stadträtin Mag. Andrea Wulz, Stadtrat Peter Steinkellner, Referent für Kommunale Dienste, Dr. Wolfgang Hafner (Leiter Abteilung Umweltschutz), Johann Koban und Ing. Michael Pirker (Abteilung Kommunale Dienste)  sind mit dieser ersten Zwischenbilanz zufrieden.

Für Stadträtin Mag. Andrea Wulz zeigt sich deutlich, dass Klagenfurt auf einem guten Weg ist, um die Stadt feinstaubärmer zu machen. Stadtrat Peter Steinkellner stellte fest, dass man außer der Umrüstung der Streufahrzeuge noch viel vorhabe. So werde man sich an einem weiteren EU-Projekt beteiligen, wo die Pendler und Alternativen im Mittelpunkt stehen.

Dr. Wolfgang Hafner  bilanzierte, dass die Spitzenwerte sinken, die seit 2006 gesetzten Maßnahmen greifen. So konnten 2008 und 2009 die EU-Vorgaben mit maximal 35 Tagen an Grenzwertüberschreitungen eingehalten werden.

Die nächsten Schritte im CMA+ -Projekt sind jetzt die verstärkte Anwendung auf Baustellen und unbefestigten Straßen sowie die Messung der Ergebnisse, die Erweiterung der Teststrecken, eine Ökobilanzstudie CMA im Vergleich mit dem Streusalz, die Fortführung der Labortests, Tunnelversuche und der Erfahrungsaustausch mit anderen Städten. Es gibt nämlich großes Interesse von Städten wie London, Stockholm, Barcelona oder Stuttgart an den Klagenfurter Ergebnissen.

Ziel ist es ein Bedienungshandbuch für den Einsatz von CMA+ zu erstellen. In diesem sollen Dosierung, Zeitpunkt, Häufigkeit, technische Einrichtungen genau erläutert werden und allen europäischen Städten zur Verfügung stehen.
Partnergemeinden von Klagenfurt sind bei diesem Vorhaben Lienz und Bruneck.

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