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Stadtsenat: Sozialfonds dotiert

(02.03.2010)
Die Stadt ist sich trotz knapper Mittel ihrer sozialen Aufgaben bewusst: Der Hilfsfonds des Bürgermeisters wurde wieder dotiert und bei Indexanpassungen wurden sozial Schwache ausgenommen.

Einstimmig beschlossen wurde vom Klagenfurter Stadtsenat die Dotierung des Hilfsfonds von Bürgermeister Christian Scheider für das Jahr 2010.  Insgesamt stehen 16.000 Euro für Notfälle zur Verfügung, sozial schwache Bürgerinnen und Bürger können eine solche Unterstützung einmal pro Jahr beantragen.

Ebenso einstimmig wurden über Antrag von Bürgermeister Christian Scheider die Indexanpassungen in der Volksküche und bei der Aktion „Essen auf Rädern“ genehmigt. In beiden Fällen sind sozial Schwächere, also Bürger mit Ausgleichzulage oder einem Einkommen in dieser Höhe, ausgenommen. In der Volksküche erhöht sich der Essenpreis für die Vollzahler von derzeit 3,25 Euro auf 3,60 Euro, bei den Besitzern der Vorzugskarte bleibt der Essenpreis mit 0,81 Euro gleich.

Bei „Essen auf Rädern“ steigt der Beitrag von 6,70 auf 7,11 Euro. Auch hier zahlen Bezieher der Ausgleichszulage weiter 6,50 Euro.

Sachsubventionen für Minimundus, die Kleine Welt am Wörthersee, wurden über Antrag von Stadtrat Wolfgang Germ bewilligt. Für die Blumenpracht in der Touristenattraktion sorgt ja seit Jahrzehnten die Klagenfurter Abteilung Stadtgarten. Auch 2010 kommen Arbeitsleistung und Blumen wieder von der Stadt.
Ebenfalls beschlossen wurde über Antrag von Stadtrat Germ eine Änderung der Friedhofsordnung. Nach der EU-Dienstleistungsrichtlinie darf künftig für die Bestattung ortsfremder aber in einem EU-Land ansässiger Menschen nicht mehr die doppelte Grabgebühr verrechnet werden.

Tourismusreferent Stadtrat Ing. Herbert Taschek berichtete kurz über das Tourismusjahr 2009, das für Klagenfurt gut gelaufen ist. Man verbuchte mehr Nächtigungen als 2007, konkret waren es 354.000. Allein im Dezember habe Klagenfurt ein Plus von fünf Prozent geschrieben, während Villach mit einem Minus von 16 Prozent notierte. Taschek führte das unter anderem auf die starke Bewerbung des Christkindlmarktes in den Nachbarländern zurück. Für 2010 befürchtet der Tourismusreferent, dass die Wirtschaftskrise auch im Klagenfurter Tourismus ankommen werde.
Ein starkes Bekenntnis gab es von ihm zu den Veranstaltungen Beachvolleyball und Ironman, die Klagenfurt dringend brauche und halten müsse.
Dem schloss sich auch Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz an, die noch „Kärnten läuft“ hinzufügte und auch Unverständnis äußerte, dass von Landeshauptmann-Seite solche Veranstaltungen in Frage gestellt werden.
Bürgermeister Christian Scheider teilte mit, dass bereits Gespräche mit Hannes Jagerhofer laufen, Ziel sei es, Beachvolleyball in Klagenfurt noch fester zu verankern.
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