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Delegation besuchte GDK Timelkam

(27.05.2010)
In der oberösterreichischen Gemeinde Timelkam steht seit 2008 ein Gasdampfkraftwerk, das jener Anlage, die in Klagenfurt geplant ist, von der Dimension her recht nahe kommt. Die Anlagengröße und das Konzept sind gleich, nur die Fernwärmeproduktion soll in Klagenfurt höher sein, was aber wiederum den Kühlvorgang und somit den Dampfausstoß reduziert. Um so ein Kraftwerk einmal in Vollbetrieb zu sehen, reisten Mittwoch dieser Woche Bürgermeister Christian Scheider, Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz und Stadtrat Peter Steinkellner in Begleitung von Energie Klagenfurt-Geschäftsführer Mag. Franz Paulus sowie Projektverantwortlichen und Journalisten nach Timelkam.
Das GDK Timelkam wurde in einer Rekordzeit von nur zwei Jahren in einem eigenen Energiepark, der von der Landesgesellschaft Energie AG betrieben wird, errichtet. Die Umsetzung erfolgte ohne Einwände der Bevölkerung, die UVP war in wenigen Wochen abgeschlossen. Das GDK hat eine maximale elektrische Leistung von 422 MW, die Fernwärmeleistung liegt bei 100 MW. Das die Bevölkerung der Errichtung des GDK bedingungslos zustimmte, ist auf die langjährige Geschichte des Energieparks zurückzuführen. Wie Energie AG-Vorstandsdirektor Ing. DDr. Werner Steinecker ausführte, gibt es in Timelkam bereits seit 1925 ein Kraftwerk. „Der Beginn war mit Braunkohle, 1997 erfolgte der Umstieg auf Steinkohle. Seit 2001 gibt es ein Werk III mit Erdgas als Hauptbrennstoff und seit 2005 auch ein Biomassekraftwerk. Mit dem Ende der Steinkohle hat man sich dann für die Gas-Dampf-Kombination entschieden“, so Steinecker, der hervorhob, das mit jedem neuen Kraftwerk die Technik und die Umweltsituation verbessert wurde. „Die Energiegewinnung aus Kohle gehört an diesem Standort nun der Vergangenheit hat, die Region verfügt nun über eines der modernsten Wärmekraftwerke Österreichs“, so Steinecker. Davon profitieren nicht nur die rund 6000 Fernwärmeabnehmer der umliegenden Ortschaften, sondern die Industriebetriebe der gesamten Region.
Von der modernen Technik und den Vorteilen eines GDK konnte sich die Klagenfurter Delegation bei einem Rundgang auch selber überzeugen. Obwohl die Anlage in Vollbetrieb lief, waren keine Emissionen sichtbar. Durch den Einsatz modernster Technik, die natürlich auch für Klagenfurt geplant ist, konnte der CO2-Ausstoß um 65 Prozent und die NOX-Belastung um 87 Prozent gesenkt werden.
Auch punkto Klima und Wetter konnten keinerlei Veränderungen festgestellt werden, das Thema Nebel bzw. zusätzliche Nebeltage, das in Klagenfurt bei der Kraftwerksdiskussion ständig angeschnitten wird, ist in Timelkam völlig unbekannt.
Für den Bürgermeister von Timelkam, Johann Riezinger, war die Entscheidung für ein Gasdampfkraftwerk die optimale Lösung. „Die einzige Belastung für die Bevölkerung war die Baustelle“, so Bürgermeister Riezinger, der seinem Amtskollegen Christian Scheider nun eine rasche Realisierung des Klagenfurter Projektes wünschte.
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