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Neue Kulturabteilungsleiterin

(13.10.2010)
Die Kulturabteilung der Landeshauptstadt Klagenfurt wurde neu besetzt. Die Leitung liegt nun bei MMag. Manuela Tertschnig.
Mit Bestellung des Bürgermeisters wurde MMag. Manuela Tertschnig, langjährige Büroleiterin von BGM Harald Scheucher, mit der Leitung der Kultur Klagenfurt beauftragt. Tertschnig ist damit Nachfolgerin des mit Anfang des Jahres pensionierten Dr. Karl Princic, die Nachbesetzung erfolgt wie üblich vorerst provisorisch.

Manuela Tertschnig war nach der Matura (HBLA Klagenfurt) in der Geschäftsführung der Volkszeitung und danach in der Redaktion der Kärntner Kirchenzeitung tätig, absolvierte ein Doppelstudium (Pädagogik und Psychologie) an der Universität Klagenfurt und wurde 1998 ins Rathaus berufen.

Nach Ende der Ära Scheucher wechselte Tertschnig in die Kulturabteilung, wo sie seit eineinhalb Jahren für den Aufbau des neuen Bereiches kulturRaum Klagenfurt verantwortlich ist.

Der Schwerpunkt Kultur begleitet sie Zeit ihres Lebens: als Ensemble-Mitglied des KE, als Verfasserin von Lyrik, als Malerin, als Sängerin der „Welken Nelken“ sowie mit ihrem Solo-Programm „Frau mit Begleitung“ setzt Tertschnig immer wieder viel beachtete künstlerische Akzente und beweist ihre Vielfältigkeit auch als Organisatorin zahlreicher Musik- und Kulturveranstaltungen.


Kreativprojekt kulturRaum Klagenfurt

Der kulturRaum Klagenfurt ist eine innovative Kreativplattforum, welche schwerpunktmäßig die kulturelle Vernetzung, eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit, die Intensivierung der Kooperation mit Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus, die Erschließung neuer Finanzierungsschienen, die Förderung von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum uvm. zum Ziel hat.

In Form von Kooperationen mit Kulturanbietern, der Wirtschaft und mit minimalem Budget seitens der Stadt hat der kulturRaum Klagenfurt in der kurzen Zeit seines Bestehens eine Reihe erfolgreicher Veranstaltungen wie Bachmann erfahren, Jazz around the world, music.pic.nic. im Kleinmayr-Garterl, KulTourGenuss, sowie diverse Kulturveranstaltungen mit Tausenden BesucherInnen initiiert und organisiert. Auch bei zahlreichen anderen Veranstaltungen ist der kulturRaum Klagenfurt als Mitveranstalter und Mitorganisator in Erscheinung getreten (TheaterSommer Klagenfurt, Südseit’n Festival u.a.)

Unter anderem geht die Wiederaufnahme des Stadtschreibers und die Installierung der Kulturhomepage www.kulturraum-klagenfurt.at sowie die im Entstehen befindliche Service-Homepage für die Kreativwirtschaft auf das Konto des kulturRaum Klagenfurt Teams.


Ein Gewinn für die Kultur in Klagenfurt

„Manuela Tertschnig hat sich als engagierte, vielseitige, kreative und offene "Macherin" mit einem großen Kultur-Netzwerk eingebracht und ist auch im verwaltungstechnischen und organisatorischen Bereich bestens versiert. Sie ist ein Gewinn fürs kulturelle Geschehen in Klagenfurt und hat gezeigt, dass man mit guten Ideen und wirtschaftlichem Kalkül auch in Zeiten der weltweiten Kürzungen von Kulturbudgets Kultur weiter entwickeln kann “ so Vzbgm. und Kulturreferent Albert Gunzer.

Schwerpunkte ihrer zukünftigen Arbeit sieht die neubestellte Leiterin der Kulturabteilung in der Weiterentwicklung des kulturRaum Klagenfurt sowie in der Vernetzung und Optimierung der Kommunikationsarbeit intern, der Öffentlichkeitsarbeit extern sowie der verbesserten Zusammenarbeit mit den Kulturanbietern, der Wirtschaft und der freien Szene. Weiters sind neue Finanzierungsmöglichkeiten für die Kultur, die Entwicklung eines identitäts- und profilbildenden und vor allem finanzierbaren jährlichen Stadtkulturfestivals, der Ausbau der Kreativwirtschaft sowie eine Veranstaltungsgesellschaft Themen der Zukunft.


Kultur und Wirtschaft sind eine Einheit

Dass für diese Vorhaben ein motiviertes Team und das Mitwirken der Kulturszene Voraussetzung sind, versteht sich von selbst. Die Bereitschaft der Klagenfurter Kulturschaffenden und der Wirtschaft zur Kooperation sind auf jeden Fall bestens gegeben, wie sich bei der Realisierung der bisherigen kulturRaum Klagenfurt Projekte gezeigt hat, die mit zahlreichen Kooperationspartnern und Sponsoren aus der Wirtschaft äußerst erfolgreich über die Bühne gegangen sind.

„Nur wenn die Wirtschaft die Kultur stützt, kann die Kultur auch der Wirtschaft nützen“, erklärt Tertschnig das Verhältnis der beiden Synergie bringenden Parameter. „Kulturbudgets zu kürzen, sind kurzsichtige Entscheidungen, leider derzeit ein überregionales Faktum. Denn ohne Kultur funktioniert auch die Wirtschaft einer Stadt nicht“.

Als Ansprechpartnerin für Kulturschaffende sieht sich Tertschnig als "Ermöglicherin", die auch starke Impulse und Akzente setzen möchte.

Klagenfurt kulturell weiter zu beleben ist ihr ein Anliegen, denn "was eine Stadt lebendig, bunt und für BesucherInnen interessant macht, ist ihre Kultur".


Klagenfurt braucht kulturelle Identität

Tertschnig - im besten Einvernehmen mit einem Kulturreferenten, „der die kulturelle Entwicklung dieser Stadt durch sein für alle Innovationen offenes Engagement um vieles weiterbringt“ - wünscht sich für Klagenfurt mehr kulturelles Profil und will, dass die Stadt kulturell attraktiv und unverwechselbar ist. Sie setzt weniger auf große Events als auf "Kultur jederzeit und überall", möchte Klagenfurt stärker als Literaturhauptstadt wie auch als kulturelles Zentrum im Alpen-Adria-Raum etabliert wissen.

Eine Stadt wie Klagenfurt brauche ein breites Kulturangebot. „Der kulturRaum Klagenfurt soll Raum bieten für Vieles zwischen Tradition und Avantgarde. Volkskultur, Klassik, aber auch zeitgenössische und experimentelle Kunst müssen einen fixen Platz haben. Neue Akzente sollten im Tanz und in der Jugendkultur gesetzt werden und Theater muss zeitkritisch Stellung beziehen sowie jungen Autoren Raum geben“.

Die Funktion als neue Leiterin der Kultur Klagenfurt nimmt MMag. Manuela Tertschnig mit Oktober 2010 auf.
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