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Bachmannpreis 2011 für Maja Haderlap

(10.07.2011)
Die Ingeborg Bachmann-Preisträgerin 2011 heißt Maja Haderlap. Die als Lyrikerin bekannte Kärntner Autorin beeindruckte mit einem Auszug aus ihrem ersten Roman.
Gert Jonke war der erste und bislang einzige Bachmannpreisträger aus Klagenfurt. Im 35. Jahr des renommierten Literaturwettbewerbes, veranstaltet vom ORF-Landesstudio Kärnten und der Landeshauptstadt Klagenfurt, ist eine weitere in Klagenfurt lebende Autorin Trägerin des begehrten Bachmannpreises: Maja Haderlap. In ihrem ersten Roman „Engel des Vergessens“, aus dem sie beim Bewerb den Auszug "Im Kessel" las, beleuchtet die Dramaturgin und Lyrikerin den Widerstand der Kärntner Slowenen gegen die deutsche Wehrmacht in Form einer ruhig und poetisch erzählten Familiengeschichte, mit, wie es Jurorin Daniela Strigl forumulierte „großer Genauigkeit und ohne Hass“. Bürgermeister Christian Scheider und Kulturreferent Vzbgm. Albert Gunzer gratulierten Maja Haderlap sehr herzlich und überreichten der überwältigten Gewinnerin Blumen und die Urkunde zu dem mit 25.000 Euro dotierten und von der Stadt Klagenfurt gestifteten Preis.

Der mit 10.000 Euro dotierte kelag-Preis geht an den deutschen Autor Steffen Popp, der auf raffiniert-lyrische Weise über ein real existierendes Dorf im Thüringer Wald erzählt, hier aber ganz neue, phantastische Spuren legt.
Für ihren Text mit dem Titel „Große Ferien“ wurde die Berlinerin Nina Bußmann mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet. Sie erzählt mit unglaublicher Genauigkeit ein Lehrer-Schüler-Verhältnis, das für den Lehrer zum persönlichen Schicksal wird.
Der deutsche Autor Leif Randt las beim diesjährigen Bewerb den Text „Schimmernder Dunst über Cobycounty“, eine Geschichte über das Zusammenleben der Generationen in einer Stadt, in der das „leichte Leben“ vorherrscht.

Mit seinem Romandebut „Paradiso“ hat der deutsche Autor Thomas Klupp schon die Herzen des Publikums erobert. Beim Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerb schaffte er das wieder: für „9to5 Hardcore“ erhielt der junge Sprachkünstler aus Berlin die meisten Votings im VILLIglas-Publikumspreis, der vom Publikum online abgestimmt wird. Die spannende und unterhaltsame Erzählung handelt von einem Mann, der im Dienste der Wissenschaft von früh bis spät Internet-Pornos konsumiert  um die "Inszenierungsstrategien des Expliziten" im Internet zu erforschen.

Mehr Infos, Texte zum Downloaden und Jurydiskussionen zum Nachlesen auf der Bachmannpreis-Homepage
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