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Miles Davis in Alpen-Adria-Galerie

(21.07.2011)
Die Alpen-Adria-Galerie zeigt bis Ende Oktober Bilder und Zeichnungen des bekannten Jazztrompeters Miles Davis.
Die vielen Veränderungen der Musik in den 70er Jahren waren für Miles Davis Anlass, sich eine Auszeit zu nehmen. Sein jahrelanger Kampf gegen Drogen und seinen kreativen Stillstand brachten ihn zur Malerei.
„Seine Art des Malens spiegelt seine Parallele zur Musik wieder“, erklärt Ina Brockmann, die gemeinsam mit Peter Reichelt diese Ausstellung betreut. Sie betont weiters, die Spontanität und Leichtigkeit, mit der Davis seine eigene (Zeichen)Sprache in der Kunst fand. Er hat die Musik in die bildende Kunst eingearbeitet. Die Exponate zeigen tänzerische Frauenkörper, roboterähnliche Figuren aus dem Comic-Genre und einige Selbstportraits. „Mit der Malerei hat er wieder zu sich und seinem Publikum gefunden“, erklärt Brockmann weiter. Miles Davis hatte keine Scheu vor Experimenten und hat sich auch nie auf einen Stil festgelegt. Etwas, dass auch Kulturreferent Vizebürgermeister Albert Gunzer gefiel: „Mit Miles Davis zeigt die Alpen-Adria-Galerie erneut eine facettenreiche Ausstellung. Es freut mich sehr, dass wir die Werke nach Klagenfurt holen konnten“, so Gunzer. Besitzerin der Bilder ist die Schweizer Privatsammlerin Pia Rhyner. Ergänzt werden die Werke durch viele Fotos, die den Musiker Miles Davis zeigen, sie gehören dem Kurator Peter Reichelt.

Miles Davis (1926 – 1991) wurde in Illinois geboren und revolutionierte in den 50er Jahren die Jazzmusik. Anfang der 70er zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück, begann mit der Malerei. Im Sommer 1981 feierte er sein musikalisches Comeback. Bis zu seinem Tod am 28. September 1991 arbeitet er mit verschiedenen Musikern zusammen.

„Miles Davis – Malereien, Zeichnungen und Fotografien“ in der Alpen-Adria-Galerie (Stadthaus), Theaterplatz 3, läuft bis 23. Oktober. Informationen unter www.stadtgalerie.net .

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