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Neuer Stadion-Baubescheid erlassen

(07.07.2011)
Der neue Baubescheid für das Klagenfurter Stadion wurde erlassen. Die Stadt Klagenfurt hat dabei die Sorgen der Anrainer sehr ernst genommen.
Die Stadt Klagenfurt verzichtet auf die Hälfte der zusätzlich zum Fußball möglichen Veranstaltungen. „Wir haben den Veranstaltungsrahmen auf ein erträgliches Maß reduziert“, sagte Bürgermeister Christian Scheider der der Präsentation des Bescheides. Dieser sieht in den wesentlichen Punkten die Permanentmachung des Oberranges und die multifunktionale Nutzung des Stadions vor. Der Bescheid beinhaltet auch eine Überprüfung der Statik des Oberraumes. Ein entsprechendes Gutachten bestätigt nun die absolute Sicherheit dieses Bereiches.
„Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht. Sportstadtrat Jürgen Pfeiler hat kommende Woche einen Termin mit Sportsektionschef Dr. Samo Kobenter vereinbart, zu dem ihn Fachleute und Magistratsdirektorin Mag. Claudia Koroschetz begleiten werden, um alle Informationen abzugleichen. Wir hoffen, dass dieses klärende Gespräch das letzte sein wird, der Akt im Finanzministerium geschlossen und an die Finanzprokuratur weiter geleitet werden kann“, führte Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz an.

 

Insgesamt sind 90 Veranstaltungen pro Jahr zulässig. Aus Lärmschutzgründen wurden die wahrnehmbaren Veranstaltungen (Immissionspegel bis max. 63 dB) auf 35 und die deutlich wahrnehmbaren Veranstaltungen (Immissionspegel zwischen 64 und 75 dB) auf 10 beschränkt. „Das entspricht einer Halbierung der Gesamt-Veranstaltungszahl, was klar unseren Willen zeigt, den Stadion-Anrainern so weit wie möglich entgegenzukommen“, so Mathiaschitz und Scheider. Darüber hinaus ist zwischen zwei Events ist eine Pause von mindestens sechs Tagen vorgesehen.

 

„Vor allem bei Konzerten sind wir mit zusätzlichen, strengen Auflagen den Anrainerwünschen sehr entgegen gekommen. Mit dem Baubescheid erfolgte hier eine behördliche Einschränkung auf 10 zulässige Großveranstaltungen pro Jahr“, sagte Scheider. Die Musik darf bei Konzerten nur bis 22 Uhr Winterzeit und bis 23 Uhr Sommerzeit dauern. Zudem werde die Tonanlage im Stadion adaptiert. Auch für Soundchecks gelten nun strenge Auflagen: Deren Lautstärke muss angepasst und zeitlich genau eingegrenzt werden. Zusätzlich wurde behördlicherseits ein Selbstkontrollsystem zur Überwachung bzw. Nachvollziehbarkeit der dB-Werte vorgeschrieben.

 

Zur Regelung des Verkehrsaufkommens bei Veranstaltungen sieht der Bescheid eine klare Vorgangsweise vor. Je nach Größe der Veranstaltung kommen entsprechende verkehrstechnische Maßnahmen jenes Verkehrskonzeptes zum Einsatz, das auch schon bei der EURO 2008 erfolgreiche Anwendung fand. „Das System mit der Berechtigungsvignette für Anrainer und der einspurigen Sperre des Südrings sowie die Nutzung von Auffangparkplätzen bei Großveranstaltungen hat sich gut bewährt und wird daher beibehalten“, so Scheider.

 

Insgesamt steht der Baubescheid ganz im Zeichen des Anrainerschutzes, bei dem auch die wirtschaftlichen Interessen der Stadt noch Berücksichtigung finden. „Die Permanentmachung und multifunktionale Nutzung des Stadions hat für Klagenfurt große Bedeutung, damit können wir uns als wichtiges Veranstaltungszentrum im Alpen-Adria-Raum positionieren. Die baubehördliche Entscheidung I. Instanz ist nun abgeschlossen und das Fundament für die bauliche Fertigstellung des Stadions ist gelegt. Damit haben wir unsere Aufgaben erfüllt. Erforderlich ist jetzt nur noch die Entscheidung des Bundes, wo derzeit die Einigung zwischen Stadt und der ausführenden Baufirma über die zu tätigenden baulichen Maßnahmen zur Prüfung liegt“, schließen Mathiaschitz und Scheider.
Vom Bund wurden für die Fertigstellung 15,5 Millionen Euro zugesagt. Bei der Bauverhandlung haben übrigens nur 25 Anrainer teilgenommen, zehn davon haben Einwendungen eingebracht.

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