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Gewaltprävention bei Jugend

(03.05.2011)
"Jugend unterstützen - Gewalt vermeiden" - mit diesem Leitgedanken betreibt die Stadt Klagenfurt seit 10 Jahren Gewaltprävention mit jungen Menschen.
Wenn das Selbstbewusstsein junger Menschen gestärkt und ihre Kommunikationsfähigkeit unterstützt wird, ist ein erster Schritt zum gewaltfreien Umgang getan. Das war vor mittlerweile zehn Jahren Anlass für Gesundheits- und Schulreferentin Vzbgm. Dr. Maria-Luise Mathiaschitz, eine spezielle Präventionsstelle in der Stadt ins Leben zu rufen. Das Präventionsteam der Stadt, geleitet von Dr. Birgit Trattler und DSA Andreas Kutej, thematisiert mit den Schülern der städtischen Schulen Konflikte und Gewalt. „Ziel ist es, die eigene Gewaltbereitschaft zu testen, sich darüber bewusst zu werden und gewaltfreie Wege aus einer Konfliktsituation zu zeigen“, so Dr. Mathiaschitz.

Neben der vorbeugenden Arbeit, wie man mit Konfliktsituationen am besten umgeht, wird den Jugendlichen auch beigebracht, wie man diese von vorneherein umgeht: In der Gruppe ist man sicherer, als alleine. Helle Straßen sind dunklen Winkeln vorzuziehen. Plätze, die als Konfliktherde bekannt sind, sollen gemieden werden. Vor allem aber betont Mathiaschitz, das richtige Verhalten in einer drohenden Konfliktsituation: „Niemals den Helden spielen! Das Wichtigste ist, sich zuerst selbst in Sicherheit zu bringen und dann den Notruf wählen!“

Andreas Kutej, Diplomsozialarbeiter der Präventionsstelle, appelliert auch an die Erziehungsberechtigten: „Die Jugendschutzbestimmungen machen Sinn, daher sollten sie unbedingt eingehalten werden. Oft vergessen wir Erwachsenen auch unsere Vorbildfunktion – jedoch lernen Kinder von den Menschen, mit denen sie viel Zeit verbringen.“

Neben der vorbeugenden Arbeit mit den Jugendlichen ist die Präventionsstelle auch Ansprechstelle für Lehrer, die in den Klassen mit Konflikten konfrontiert werden. Auch hier werden die Pädagogen vor Ort unterstützt, in Einzelgesprächen aber auch in der Gruppe Konflikte gewaltfrei zu bewältigen.
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