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Internationaler Familientag

(03.05.2011)
Am 10. Mai dreht sich beim "Internationalen Familientag" im Europahaus alles um das Thema "Worklifebalance".

Klagenfurt hat vor einigen Monaten den Beschluss gefasst, sich dem "Audit familienfreundliche Gemeinde" anzuschließen. Das Audit ist ein spezifisches Angebot an österreichische Gemeinden, Marktgemeinden und Städte mit dem Ziel, familienfreundliche Maßnahmen in der Gemeinde / Stadt zu erkennen und weitere zu forcieren.
Klagenfurt ist übrigens die erste und bislang einzige österreichische Landeshautpstadt, die am Audit teilgenommen hat. Derzeitiges Schwerpunktthema ist "Worklifebalance - Männer und Frauen zwischen Familie und Beruf"  - dieses Thema steht diesmal auch im Mittelpunkt des Internationalen Familientages am 10. Mai (Europahaus, Reitschulgasse 4, 14-17 Uhr), veranstaltet und organisiert von Stadträtin Mag. Andrea Wulz und dem Familienservice der Landeshauptstadt Klagenfurt.

Für Familienreferentin Stadträtin Mag.a Andrea Wulz stellt das Thema „Worklifebalance“ eine besondere Herausforderung dar: „Die derzeitige Entwicklung der Wirtschaftswelt zeigt deutlich, dass eine verbesserte Abstimmung zwischen der Erwerbswelt und dem Privatleben dringend erforderlich ist. Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, also Worklifebalance, bringt auch für die Wirtschaft viele Chancen und Vorteile mit sich!“

Doch was genau versteht man unter Work-Life-Balance (WLB)?

- Worklifebalance bedeutet eine neue, intelligente Verzahnung von Arbeits- und Privatleben vor dem Hintergrund einer dynamisch verändernden Arbeits- und Lebenswelt. (IHS Wien)
- Worklifebalance beschränkt sich nicht darauf, die Erwerbstätigkeit von Eltern mit Betreuungs-oder Pflegeaufgaben zu erleichtern und damit – was oft im Zusammenhang mit Vereinbarkeit kritisiert wird – in erster Linie den Ansprüchen der Arbeitswelt und des Erwerbslebens zu genügen. 
- Worklifebalance ist eine umfassende,  ganzheitliche auch systemändernde Strategie.

Worklifebalance ist sicher nicht das, was viele erleben:
Nach der Arbeit noch schnell einkaufen, Kinder aus dem Hort abholen, Hausaufgaben checken, den Haushalt erledigen, daneben noch Erziehungs- und Beziehungsaufgaben erfüllen, um am nächsten Tag wieder topfit im Job zu stehen. Bis man es nicht mehr schafft und Körper und Seele streiken.

„Derzeit ist es so, dass Frauen und mittlerweile auch Männer mehr oder weniger gezwungen sind, sich zwischen dem Verzicht auf Kinder, auf Berufstätigkeit und der Dreifachbelastung zu entscheiden. Im Rahmen des Audit familienfreundliche Gemeinde wollen wir auf lokaler Ebene – von Klagenfurt ausgehend – schauen, was in Bezug auf WLB für Familien verbessert werden kann. Vieles ist noch auf der Ebene der Bewußtseinsbildung zu tun. Ein Ansatz ist elternorientierte Personalpolitik. Es muss aber auch die grundsätzliche Diskussion darüber stattfinden, wie eine neue, menmschenfreundliche Arbeitswelt ausschauen könnte, auch auf lokaler Ebene“, so Mag.a Daniela Obiltschnig.

Dazu ist es auch notwendig den Blick über die Grenzen zu werfen. Die aktuelle Veranstaltung des Familienservices der Stadt Klagenfurt zur Thema „Worklifebalanece – Männer und Frauen zwischen Familie und Beruf“ bringt die aktuellsten Ergebnisse aus EU- Projekten und Studien, die im Rahmen des Projektes WORKS zum Thema Worklifebalance untersucht wurden nach Klagenfurt. Unter anderen wird dargestellt, wie sich die globalen Veränderungen der Arbeitsbedingungen auf WLB auswirken. Dabei wurden auch sehr persönliche Fragen untersucht. U. a. wie häufig Arbeit daran hindert, mit dem/der Partner/in Zeit zu verbringen, wie häufig man sich Sorgen über die Arbeit macht, wie, häufig die  berufliche Belastung zum Streitfall in der Familie wird.

Vorgestellt werden auch Möglichkeiten und günstige Wege zu mehr WLB!
Alle am Thema Interessierten sind zu der Veranstaltung und zum Dialog herzlich eingeladen. Die Ergebnisse des lokalen Dialogs werden an EU Gremien weitergeleitet.

 

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