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Kranzniederlegung in Auschwitz

(11.05.2011)
Eine Klagenfurter Delegation besuchte kürzlich das Stadtfest in der polnischen Partnerstadt Rzeszow. In Auschwitz gedachte man der Opfer des NS-Regimes.
Bürgermeister Christian Scheider weilte dieser Tage in der polnischen Partnerstadt Rzeszow, um gemeinsam mit Stadtrat Wolfgang Germ und Magistratsdirektorin Mag. Claudia Koroschetz am Stadtfest teilzunehmen. Für Scheider war es der erste Besuch in der Partnerstadt, er wurde von seinem Amtskollegen Tadeusz Ferenc dazu eingeladen. Im Zuge der Polenreise besuchte die Klagenfurt-Delegation auch das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz, das im Gedenken an die Opfer des NS-Regimes in ein Museum umgewandelt wurde.
Bürgermeister Scheider zeigte sich bei der Führung durch das Hauptlager Auschwitz und das Nebenlager Birkenau tief betroffen und erschüttert. Die Errichtung des ersten Konzentrationslagers der Deutschen wurde 1940 von Heinrich Himmler angeordnet, die ersten Häftlinge trafen im Mai selbigen Jahres ein. Ursprünglich war das Lager nur für polnische Häftlinge, die als Zwangsarbeiter weiter nach Deutschland transportiert oder in deutschen Betrieben, die sich in der Nähe von Auschwitz und in Krakau angesiedelt hatten, gedacht. 1941 ordnete Himmler dann aber die Vergrößerung des Lagers an, das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurde gebaut. Rund eine Million Menschen fanden in den beiden Lagern den Tod, darunter auch viele Österreicher und zahlreiche Klagenfurter. Bereits 1947 wurde beschlossen, in Auschwitz ein Museum zu errichten.
Bürgermeister Scheider und Stadtrat Germ legen im Vernichtungslager an der ehemaligen Todesmauer zu Gedenken an die Opfer einen Kranz nieder. Außerdem trug sich Scheider mit nachstehender Widmung in das Gedenkbuch von Auschwitz ein:

„Im stillen Gedenken an die Opfer von Rassenwahn, Barbarei und Unmenschlichkeit in Auschwitz-Birkenau. Die wehrlosen Opfer waren Männer, Frauen und Kinder. Dieser Ort ist jener, an dem das Grauen ein Gesicht bekam und sich die Pforten der Hölle öffneten. Wo Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion und sozialem Umfeld von ihren Mördern gepeinigt und millionenfach getötet wurden. Die Erinnerung an Massenmord, Terror und systematische Vernichtung darf zu keiner Zeit verblassen oder in Vergessenheit geraten. Sie möge als ewiges Mahnmal für alle künftigen Generationen bestehen bleiben. Geschehenes kann nicht mehr rückgängig gemacht, Vergangenes nicht mehr geändert werden. Es liegt aber in unser aller Verantwortung, menschliche Gräuel wie hier in Form von organisiertem industrialisiertem und planmäßigem Völkermord nie wieder zuzulassen.“

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