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Gutachten Tierschutzhaus

(10.11.2011)
Präsentation des Gutachtens über die Folgekosten des neuen Tierheims. Ein Geschäftsführer soll wirtschaftlichen Teil übernehmen.
Bürgermeister Christian Scheider und Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz mit Landestierschutzreferent DI Uwe Scheuch die Ergebnisse der Überprüfung des Tierschutzkompetenzzentrums.

Die Diskussionen rund um die Folgekosten des neuen Tierschutzkompetenzzentrums (TiKo) sorgten in den letzten Wochen und Monaten für viel Gesprächsstoff. Stadt und Land haben einen unabhängigen Finanzexperten, Dr. Anton Schmidl (Wirtschaftsprüfer und Steuerberater) beauftragt, ein Gutachten über die Folgekosten und das Budget des TiKo zu erstellen. „Im Tierheim sind zwei Pole verankert“, erklärt Dr. Schmidl. „Einerseits gibt es den emotionalen Teil, der sich dem Tierschutz widmet und stark polarisiert. Auf der anderen Seite gibt es den betriebswirtschaftlichen Aspekt, der bei der Größe eines solchen Unternehmens enorm wichtig ist“, so Schmidl weiter. Beide Pole greifen aber unweigerlich ineinander und man muss einen Konsens finden, dass beide Teile funktionieren können.
Das Gutachten hat ergeben, dass sich die laufenden Kosten, die 70 Prozent der Gesamtkosten ausmachen, verdoppelt haben. „Die 70 Prozent beinhalten Personal- und Futterkosten sowie Kosten für Medikamente, die restlichen 30 Prozent setzten sich aus kleineren Kostenstellen wie Administration oder Ähnlichem zusammen“, erklärt Dr. Schmidl.

„Es wurde im Beirat viel diskutiert und auch da ist man sich einig, dass das TiKo dringend eine Managementfunktion benötigt“, stimmt Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz dem Ergebnis des Gutachtens zu. „Wir müssen den moralisch-emotionalen Aspekt mit betriebswirtschaftlichem Denken verbinden, denn nur dann können wir den notwendigen Tierschutz garantieren und gewährleisten. In meiner Funktion sehe ich mich in der Rolle diese beiden Positionen zusammen führen“, betont Mathiaschitz weiter.

Bürgermeister Christian Scheider spricht sich auch für eine Geschäftsführung aus. Scheider ist seit 20 Jahren eng mit dem Tierheim verbunden.  „Ich schätze Dr. Marina Zuzzi-Krebitz sehr, bin aber auch sicher, dass das Tierheim finanziell abgesichert sein muss und dass ein so großes Unternehmen mit einem Geschäftsführer auch auf betriebswirtschaftlicher Ebene professionell geführt werden muss“, so der Bürgermeister. Das neue Tierschutzhaus ist europaweit ein Vorzeigeprojekt und im Sinne aller Beteiligten und vor allem im Sinne der Tiere sei diese Lösung unabdingbar.
Für den Posten des Geschäftsführers wird es eine Ausschreibung geben.
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