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Hallenbad kommt auf Campingplatz

(14.11.2011)
Nach fünfstündiger Diskussion im Sondergemeinderat war es fix: das neue Hallenbad kommt auf den Campingplatz. 
Die Standpunkte waren schon zu Beginn der Sitzung klar, die Diskussion engagiert, streckenweise heiß und heftig. FPK und SPÖ sprachen sich für den Standort Campuingplatz aus, der von einer Projektgruppe als bester evaluiert worden war. ÖVP, Grüne, die Liste EW und die "wilde Abgeordnete" Brigitte Schmelzer argumentierten dagegen und wollen das neue Hallenbad auf der Messe sehen.

Den Antrag für den Standort Campingplatz legte Vizebürgermeister Albert Gunzer vor und für die Gegner dieses Standortes stellte Stadtrat Peter Steinkellner postwendend den Antrag auf Vertagung, da "Einsicht in Unterlagen nicht genehmigt worden sei". Bürgermeister Christian Scheider stellte fest, dass alle Gemeineräte den gleichen Wissenstand haben, während Grüne, Liste EW und Brigitte Schmelzer kritisierten, entweder gar keine Unterlagen oder unzureichende zu haben.
Der Vertagungsantrag von Steinkellner wurde mit den Stimmen von FPK und SPÖ abgelehnt, bewilligt wurde seine Forderung auch DI Guido Strohecker - er hat sich mit einem Hallenbad-Projekt am Messeglände beschäftigt- zu hören. Er konnte über Vorteile aus seiner Sicht (Synergien mit einer benachbarten Eishalle, sofortige Verfügbarkeit und aufgeschlossenes Grundstück) und Nachteile am Campingplatz (z.b aufwendige Bauten durch niedrigen Grundwasserspiegel) referieren.
Danach präsentierte die Projektgruppe nochmals die Entscheidungsgrundlagen für den Standort Campingplatz. Dazu zählt die Möglichkeit einer ökologischen Betriebsweise (möglichst energieautark) wobei auch Heizung und Kühlung durch Seewasser eine Rolle spielt. Außerdem habe man hier leichtere Planungsmöglichkeiten, wenn sich nach einigen Jahren Anpassungen an modernere Erfordernisse eergeben könnten, das Land habe nur für diesen Platz Förderung signalisiert und das Gebiet Campungplatz Europapark ist ein Freizeitbereich, wo eine Freizeiteinrichtung wie das Hallenbad hinpasst.

Bürgermeister Christian Scheider konkretisierte noch, dass beim Messeareal Eishockey im Vordergrund steht und mit großer Eishalle, kleiner Trainingshalle und den Messe-Veranstaltungen und eventuellen Messe-Erweiterungen kein Platz mehr für ein Hallenbad zur Verfügung steht. Ihm gehe es auch darum, ein Areal, das sieben Monate im Jahr leer steht und nur als Überwinterungsparkplatz dient, der Bevölkerung zurückzugeben.

Ing. Herbert Taschek stellte für die VP fest, dass man ein neues Hallenbad wolle, aber dieses könnte auf einem baureifen Grubndstück in der Stadt schon 2014 stehen. Er verwies auf den Einnahmenentfall durch den Campingplatz von rund 150.000 Euro, die Umwegrentabilität noch nicht mitgerechnet. Und für einen neuen Campingplatz wären rund 4 Millionen Euro aufzuwenden.

Befürworter des Hallenbades am Campingplatz, unter anderem Gemeinderat Andreas Skorianz (FPK)warfen die Frage auf, ob es überhaupt Aufgabe einer Gemeinde sei, einen Campingplatz zu installieren und zu führen. Ein Hallenbad zu errichten ist aber tatsächlich Aufgabe der Gemeinde, stellte Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) fest  und erklärte, dass der wichtige Freizeitbereich Europapark so um 2,5 Hektar vergrößert werden kann.

Sport-Stadtrat Jürgen Pfeiler (SPÖ) strich die Vorzüge für Sportler am Standort Campinplatz auf, hier gibt es direkten Anschluss an das Naturerholungsgebiet mit Lauf- und Radstrecke. Auch für Behindertensport sein man hier besser gerüstet als in der Innenstadt.

Nach knapp fünfstündiger Diskussion wurde der Standort Campingplatz mit den Stimmen von FPK und SPÖ fixiert. Jetzt könne man in die Finanzierungsverhandlungen eintreten, sowie Betreiber- und Betriebskonzepte erarbeiten, sagte Vzbgm. Gunzer. Eine Abstimmung per Stimmzettel (Antrag Grün-Gemeinderat Gasper) oder auf geheime Abstimmung ( Brigitte Schmelzer) wurde mit Stimmenmehrheit (FPK/SPÖ) abgelehnt.

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