Zum Inhaltsbereich springen
Seite teilen

IHS-Studie zur FH präsentiert

(04.10.2011)
Bürgermeister und Wissenschaftsreferentin präsentierten mit Univ.Prof.Dr. Hans Joachim Bodenhöfer die Ergebnisse der Studie zum Fachhochschulstandort Klagenfurt.
Für eine sachliche Diskussion, in der Inhalt und Logik im Mittelpunkt stehen statt für taktische Manöver plädieren Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider und Wissenschaftsreferentin StR. Mag. Andrea Wulz in der Frage der künftigen Standortlösung für die Fachhochschulen Kärnten.

Um die inhaltliche Komponente weiter in den Vordergrund zu rücken, hat die Landeshauptstadt Klagenfurt das Institut für Höhere Studien (IHS) mit einer Studie zum Thema beauftragt. Die Studie bezieht sich schwerpunkt¬mäßig auf die Frage, wie sich die vom Aufsichtsrat der Fachhochschulen Kärnten anvisierte Standortreduktion (samt Verlegung von Studiengän¬gen) auf den FH-Standort Klagenfurt auswirken würde.
Der FH-Aufsichtsrat spricht von einer Re¬duktion auf drei Standorte (Klagenfurt, Villach, Spittal), die Studiengänge aus dem Bereich Gesundheit und Soziales, die derzeit in Feldkirchen angesiedelt sind, sollen nach Klagenfurt kommen, die IT-Studiengänge (Medizinische Informations¬technik“, „Netzwerktechnik und Kommunikation“) wiederum von Klagenfurt nach Villach wandern, so der Plan des FH-Gremiums. - Die Entscheidung soll in den nächsten Wochen in der Landesregierung getroffen werden.

„Ich möchte noch einmal klar betonen, dass Klagenfurt weder auf die bestehenden und erfolgreichen IT-Studiengänge verzichten möchte, noch die Absicht hat, die  bestehenden Standorte schwächen bzw. Studiengän¬ge zu entziehen“, betont Bürgermeister Scheider. „Der Vorschlag, die Studiengänge aus dem Bereich Gesundheit und Soziales von Feldkirchen nach Klagenfurt zu verlegen kam vom Aufsichtsrat der FH. Sollte das entschieden werden, werden wir werden uns dieser Herausforderung gerne stellen“, so Scheider, der aber gleichzeitig für den Erhalt der IT-Studiengänge in Klagenfurt plädiert. „In Klagenfurt bestehen optimale Synergien zu Universität, den im Lakesidepark angesiedelten Software-Unternehmen und der HTL-Mössingerstraße, das sollten wir jetzt nicht verzetteln“, so das Klagenfurter Stadtoberhaupt. Auch die für die Studiengänge erforderliche Infrastruktur sei gegeben: in Gebäude, Ausstattung etc. seien von der Stadt bisher rund 14 Millionen Euro investiert worden.

Auch Wissenschaftsreferentin Stadträtin Mag. Andrea Wulz ist für diese Lösung. Zudem will sie die Diskussion um die Zukunft der FH sachlich geführt wissen, denn die derzeitigen Diskussionen führen zu einer merkbaren Verunsicherung von Studierenden. „Die Bewerberzahlen für das aktuelle Studienjahr waren aufgrund der Standortdiskussion deutlich rückläufig“, so Wulz.

Die Studie des IHS, Instituts für Höhere Studien, kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass die Zusammenführung des Fachbereiches Informationstechnologie und der technischen Studiengänge am Standort Villach nicht sinnvoll wäre. Abgesehen von bestehenden Synergieeffekten mit der Uni, dem Lakesidepark, den Lakeside Labs, der HTL etc wären weder eine wesentliche Kostenreduktion noch eine wesentliche Verbes¬serung der Leistungsfähigkeit zu erwarten, sagt Univ. Prof. Dr. Hans Joachim Bodenhöfer (IHS), der die Ergebnisse der Studie präsentierte. „Was übersehen wird, ist, dass der Fachbereich Informationstechnologie nur in geringem Maß aus der Zusammenführung mit Mikroelektronik, Maschinenbau oder Elektrotechnik Synergieeffekte generieren kann und die günstigen Umfeldbedingungen am Standort Klagenfurt stark beeinträchtigt würden oder überhaupt verloren gehen“, so Bodenhöfer. Durch die Übersiedelung der IT-Studiengänge nach Villach würde die gesamte Zahl der Studierenden im Technikbereich durch die Nähe zum FH-Standort Graz sinken.

In der Studie wird auch kritisiert, dass im Beschluss des Aufsichtsrates die  notwendigen Investitionen unbeachtet bleiben. Es fehlen Zeit- und Finanzierungsplan sowie ein Raum- und Funktionsprogramm – obwohl, so die Vorstellung des FH-Gremiums, im Wintersemester 2012 die IT bereits in Villach angesiedelt sein soll.

Scrolle nach oben