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Menschen für Bildung

(25.10.2011)
Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz präsentiert die überparteiliche Kärntenweite Initiative "Menschen für Bildung" für das Bildungsvolksbegehren 2011.
„Menschen für Bildung“ soll Bürger dazu auffordern, am Bildungsvolksbegehren teilzunehmen. Dazu wollen die Initiatoren  Menschen des öffentlichen Lebens auffordern, sich dieser Offensive anzuschließen, um die Idee noch bekannter zu machen. Unabhängig von politischer Zugehörigkeit soll gemeinsam für eine Sache gekämpft werden. „Hier geht es nicht um Parteipolitik. Es geht uns ausschließlich um die Sache, unser Bildungssystem braucht dringend Reformen“, erklärt Vizebürgermeister Dr. Maria-Luise Mathiaschitz. Die Bevölkerung muss mobilisiert und sensibilisiert werden. Bereits jetzt haben sich über 60 Personen aus Wirtschaft, Kunst, Kultur und Bildung der Plattform angeschlossen und sprechen sich für das Bildungsvolksbegehren aus.

Gestern referierte der Bildungsinnovator Prof. Dr. Bernd Schilcher über das derzeitige Schulsystem, dessen Entwicklung und Bildungsvisionen im Schloss Loretto. Prof. Schilcher ist der Experte auf diesem Gebiet und kämpft seit Jahren für eine Verbesserung des Schulsystems – denn die Zahlen sind alarmierend. Mit der Einführung der Neuen Mittelschule wurde bereits ein kleiner Schritt getan, aber laut PISA-Studie liegen immer noch 38 Staaten vor Österreich, deren Schüler besser lesen können, 28 Staaten sind besser in Mathematik. Österreich ist damit mittelmäßig. „Mittelmäßigkeit geht heute nicht mehr. Wir müssen raus aus dieser Durchschnittsfalle und ran an die bildungsferne Schicht“, betont Prof. Bernd Schilcher. In Österreich gibt es etwa 100.000 Schüler, die 15 Jahre alt sind, 9.000 davon verlassen die Schule jedes Jahr ohne Abschluss. Die Folge der nicht abgeschlossenen Ausbildung sind geringfügige Arbeitsstellen oder gar Arbeitslosigkeit, die wiederum von der gebildeten gehobenen Schicht mit Steuergeld bezahlt wird. Ein Kreis, aus dem Österreich dringend herauswachsen muss. Deshalb ist es umso wichtiger, den Bürger zu verdeutlichen, wie wichtig dieses Bildungsvolksbegehren ist. „Ein Stillstand ist katastrophal“, warnt Prof. Schilcher weiter. „Das Bildungsvolksbegehren ist ein deutliches Signal an die Bundesregierung, das Bildungssystem in Österreich zu reformieren. Es geht um die Zukunft unserer Kinder. Es ist Zeit, zu handeln!“ betonte Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz.
„Wir müssen die Menschen emotionalisieren. Deshalb bitte ich darum, dass so viele Bürger wie möglich die Eintragungsmöglichkeit vom 3. bis 10. November nutzen“, so die Vizebürgermeisterin weiter. 

Bildungsvolksbegehren
Der Einschreibungszeitraum ist vom 3. bis 10. November, berechtigt sind alle österreichischen Staatsbürger, die in Österreich ihren Hauptwohnsitz haben und am letzten Tag des Eintragungszeitraumes das 16. Lebensjahr vollendet haben. In Klagenfurt kann im Rathaus, Neuer Platz 1 und im Amtsgebäude in der Kumpfgasse unterschrieben werden.

Informationen auch unter www.nichtsitzenbleiben.at
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