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Neu: Schulwegplan für Kinder

(09.09.2011)
Kuratorium für Verkehrssicherheit, Stadt Klagenfurt und Landesschulrat wollen die Volksschüler des Schulzentrums Waidmannsdorf sicher ans Ziel bringen.
Der erste Schultag des Lebens ist für viele kleine Leute auch der erste Schritt in die selbständige Mobilität. Eine Weile noch werden sie von ihren Eltern begleitet oder mit dem Auto zur Schule gebracht, aber das eigentliche Ziel ist: Möglichst bald den Weg ohne erwachsene Begleitperson bewältigen können.
"Es ist wichtig, Kinder nach einer ausgiebigen Übungsphase auch alleine gehen zu lassen. Das Mama & Papa-Taxi sollte eher die Ausnahme als die Regel sein, denn nur so können Kinder lernen, mit den Situationen im Straßenverkehr umzugehen und richtiges Verhalten lernen", rät DI Martin Kobald, Leiter der Landesstelle Kärnten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Tatsache ist aber, dass viele Schulwege ihre Tücken haben: Etwa durch unübersichtliche Stellen, wuchernde Sträucher oder verparkte Straßenränder. "Ich will, dass in Klagenfurt gar kein Kind auf seinem Schulweg zu Schaden kommt. Viele Hindernisse und Gefahrenquellen können von uns Erwachsenen erkannt und beseitigt werden. Wir können die Wege für unsere Kinder sicherer machen und ihnen diese Wege zeigen", sagt Klagenfurts Verkehrsstadtrat Peter Steinkellner.
Deshalb erarbeitet das Kuratorium für Verkehrssicherheit in Kooperation mit der Stadt Klagenfurt und mit dem Landesschulrat für Kärnten Schulwegpläne für die beiden Volksschulen im Schulzentrum Waidmannsdorf.
Ende November sollen die fertigen Pläne vorliegen und den Schülern in optisch leicht verständlicher Form die sichersten Wegstrecken zu Fuß im Schulumfeld aufzeigen. "Ist dieses Pilotprojekt erfolgreich, soll in allen Klagenfurter Volksschulen ein Schulwegplan ausgearbeitet werden", betont Steinkellner.

Wie entsteht der Schulwegplan für das Schulzentrum Waidmannsdorf?
Wichtigste Grundlage des Schulwegplans ist die Zusammenarbeit von Eltern, Kindern, Schulen, Exekutive und den zuständigen Vertretern der Stadt.
Bevor es an die Ausarbeitung des Plans geht, werden die Eltern der Volksschulkinder via Fragebögen darum gebeten bekanntzugeben, welchen Weg ihr Kind zur und von der Schule meistens geht. Dabei können sie auch gleich Problem- und Gefahrenstellen anführen, die ihnen bereits aufgefallen sind. Ideal ist es, wenn die Eltern diesen Fragebogen gemeinsam mit ihren Kindern ausarbeiten. Gleichzeitig machen die Lehrer auch im Unterricht die Sicherheit am Schulweg zum Thema. Hier können die Kinder aus ihrer Sicht darüber reden, was ihnen am Schulweg besonders Angst macht oder wo sie schon einmal eine gefährliche Situation erlebt haben. Parallel dazu untersucht das KFV das Unfallgeschehen im Schulumfeld.
Nach der Auswertung der Fragebögen und Analysen sehen sich Vertreter der beiden Volksschulen, der Exekutive, der Stadt Klagenfurt und des KFV die identifizierten Gefahrenstellen an. Dabei wird auch festgestellt, wo die Stadtverantwortlichen sofort mit Maßnahmen die Situation verbessern können. Auf Basis der gesammelten Informationen werden die sichersten Schulwege ermittelt und in Planform grafisch aufbereitet.
Mit dem Schulwegplan können die Klagenfurter Eltern die sichersten Schulwege mit ihren Kindern einüben. Am Plan sehen sie auf einen Blick, an welchen Stellen das Queren der Straße am sichersten möglich ist und welche Stellen die Schüler lieber meiden sollten.
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