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Chance auf Frauennotschlafstelle

(04.12.2012)
Die Jugendnotschlafstelle zieht noch im Dezember in neue Räume. Es wäre nun hier Platz für eine Frauennotschlafstelle.
In Klagenfurt gibt es zwar ein Frauenhaus, doch hier finden nur Frauen Unterschlupf, die vor häuslicher Gewalt flüchten. Doch Gewalt spielt nicht immer eine Rolle, wenn Frauen plötzlich über Nacht auf der Straße stehen. Daher wird eine Frauennotschlafstelle von Familienreferentin Mag. Andrea Wulz schon länger gefordert.

Für Wulz hat die Stadt Klagenfurt nun die Chance, die Einrichtung in den Räumlichkeiten der Jugendnotschlafstelle im Hilda-Schärf-Haus in der Platzgasse unterzubringen. „Die Räume werden noch im Dezember frei, könnten im Jänner saniert und adaptiert werden, sodass im Februar hier die Frauennotschlafstelle eröffnet werden könnte“, sagte Mag. Wulz bei der Vorstellung des Projektes, die sie gemeinsam mit Mag. Sieglinde Trannacher (Volkshilfe), Mag. Astrid Malle (Frauenbüro der Stadt) und der Ausschussvorsitzenden Gemeinderätin Ulrike Herzig vornahm.

Von Mag. Trannacher wurde bereits ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet. Dieses sieht zur Betreuung der Einrichtung eine Halbtagskraft vor, die von der Stadt finanziert werden müsste. Hinzu kommen noch diverse Kosten für Verpflegung, Bettwäsche usw. Außerdem sind die Räume, in denen dann bis zu zwölf Personen – auch mit Kindern – Platz finden könnten, zu sanieren. Das ergibt unterm Strich einen Jahresbedarf von rund 80.000 Euro.

Frauen könnten hier bis zu einer Frist von 40 Tagen eine Unterkunft finden. Da es für Frauen in Klagenfurt bisher kein adäquates Angebot gibt und die Stadt das Hilda-Schärf-Haus über kurz oder lang sanieren wird müssen, sieht Wulz nun hier die historische Chance zur Errichtung dieser notwendigen Einrichtung. Die Familienreferentin will daher mit dem Finanzreferenten entsprechende Gespräche über die Finanzierung führen.

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