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Sicherheitsenquete

(08.02.2012)
Diese Woche traf sich im Rathaus wieder eine Expertenrunde, um über das Thema Sicherheit zu beraten.
Stadtrat Wolfgang Germ gab einen Überblick über den Stand der Dinge im Bereich Ordnungsamt. 250 Bewerbungen liegen vor, starten soll es mit neun Mitarbeitern. Sie werden  vier bis sechs Monate lang geschult und auch danach weiter ausgebildet. In weiterer Zukunft wäre auch eine Parkraumüberwachung zu überlegen,  doch die würde zwei- bis dreimal soviele Mitarbeiter benötigen und müsste erst von Experten geprüft werden.

Stadtpolizeikommandant Eugen Schluga bot seine Unterstützung bei der Ausbildung der Mitarbeiter des Ordnungsamtes an. Weiters gab er Einblick in die Statistik 2011. Die Polizeieinsätze gingen im Vorjahr von rund 10.000 in den Jahren davor auf 9.100 zurück, das ist um 6,4 Prozent weniger als 2010. Die Zahl der Verletzten bei Raufhändeln betrug 2005 fünf pro Woche, 2011 waren es statistische 1,5 pro Monat. „Wir haben alles auf die Straße geworfen und sind lästig“, erklärt Schluga die Strategie. In St. Ruprecht wurden die Drogendealer von der Straße in Privatwohnungen zurück gedrängt – Kinder und Jugendliche werden nicht mehr auf der Straße angesprochen.

Wachsende Probleme sieht Dr. Kurt Kurnig, Psychologe der AVS. „Die männliche Jugend ist von den Müttern verwöhnt und von den Vätern allein gelassen. Wir bewegen uns auf eine Gesellschaft von Akademikerinnen mit gewalttätigen Männern zu“, zeichnet Kurnig ein düsteres Bild. Dieser Entwicklung könnte ein Mentoring-Modell entgegenwirken, bei dem sich Männer über 50 der „Sorgenpopulation“ annehmen.

Für Helmut Sagerschnig vom Roten Kreuz war 2011 ein gutes Jahr. Deutlich weniger Verletzte im Verkehr, was er auf die immer besser und sicherer werdenden Autos zurück führt. Auch er bestätigt, dass die Zahl der bei Raufereien Verletzten niedrig ist; zum Beispiel kommt es im Bollwerk zu wesentlich mehr Einsätzen auf Grund von Kreislaufproblemen oder Drogenmissbrauch.

Stadtrat Wolfgang Germ berichtete weiters von Gesprächen mit Oberst Herbert Kraßnitzer, Kommandant des Jägerbataillones 25. Wenn das Berufsheer mit 350 Soldaten in Lendorf steht, könnten auch diese im Notfall sofort abrufbar sein.
Von Mai bis Ende September wird es zahlreiche Veranstaltungen in der Ostbucht geben, darum möchte Germ in rund drei Monaten zur nächsten Sicherheitsenquete einladen.
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