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Gerhard Reinisch angelobt

(29.03.2012)
Im Gemeinderat wurde Gerhard Reinisch als neuer Stadtrat angelobt. Und man zeigte Einstimmigkeit bei der Fachhochschule.
In die Hand von Landeshauptmann Gerhard Dörfler legte Gerhard Reinisch, der Dr. Christine Jeremias in den Klagenfurter Stadtsenat folgt, seinen Eid ab. Reinisch ist ab sofort für die Bereiche Jugend, Wohnbau und Wohnungsvergabe zuständig. Die entsprechende Änderung der Geschäftsordnung des Klagenfurter Magistrates wurde kurz nach dem Gemeinderat im Stadtsenat beschlossen. Jeremias hatte aus Mutterschutzgründen am 12. März auf ihr Mandat verzichtet, innerhalb der FPK wurde Gerhard Reinisch als Nachfolger bestimmt und im Gemeindeat für gewählt erklärt.

Bürgermeister Christian Scheider dankte Dr. Jeremias für ihre konstruktive Arbeit für Klagenfurt und betonte, dass speziell im Jugendbereich einiges weitergebracht wurde. Scheider wünschte der werdenden Mutter alles Gute für die Familienzukunft und Gerhard Reinisch einen erfolgreichen Start im Klagenfurter Stadtsenat. Den Dankesworten für Jeremias und Gratulationen für Reinisch schlossen sich auch Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz, Stadträtin Mag. Andrea Wulz und Stadtrat Peter Steinkellner an.

Landeshauptmann Gerhard Dörfler plädierte an dieser Stelle für eine vernünftige Vertretungsregelung für Frauen in der Politik und zeigte sich erfreut, dass bei Jeremias nicht die Karriere, sondern die Familie im Vordergrund steht. Dörfler nutzte seinen Auftritt im Gemeinderat auch dazu, von den Verantwortlichen der Stadt eine klare Politik und klare Entscheidungen einzufordern, dann werde das Land auch gerne immer als Partner zur Verfügung stehen.

 

Sondergemeinderat

Im Anschluss an die Angelobung fand auch noch ein Sondergemeinderat zum Thema Fachhochschule statt. Bekanntlich kämpft die Stadt Klagenfurt mit allen Mitteln gegen eine von der FH Kärnten angestrebte Absiedelung der technischen Studiengänge nach Villach. Im Gemeinderat hatten nun sowohl Vetreter der FH Kärnten als auch Mitglieder des Vereins zur Ansiedelung der FH in Klagenfurt, die für den Standortverbleib in der Landeshauptstadt sind, die Möglichkeit, ihre Argumente vorzubringen. Bürgermeister Christian Scheider verwies einmal mehr auf die vielen Synergien, die es zwischen der FH Klagenfurt und technischen Institutionen wie den HTLs, der Universität oder dem Lakeside Park gibt. Die FH Kärnten will in weiterer Folge in Klagenfurt den Studiengang Soziales und Gesundheit, der derzeit in Feldkirchen ist, ansiedeln. "Ein wichtiges Thema, das wir gerne unterstützen, trotzdem darf es aber nicht zur Abwanderung der Technik kommen", stellte Scheider klar. Der Bürgermeister verwies einmal mehr auf das Land Kärnten, das zugesichert hat, dass es im Fachschulbereich niemals eine Standortveränderung ohne die Zustimmung der betroffenen Gemeinde geben kann.

Warum die Technik nach Villach soll, das versuchten FH Kärnten-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Siegfried Spanz und FH-Rektor Dr. Dietmar Brodel zu erklären. Sie präsentierten ein Strategiekonzept, nach dem sich die FH in Kärnten nur entwicklen kann, wenn es zu Standortoptimierungen kommt. Plan sind ingesamt rund 4000 Studierende. Außerdem soll laut diesem Konzept der Studiengang Soziales und Gesundheit längerfristig rund 1000 Studierende bringen. FH-Standort soll am Klinikum sein. Am Standort Villach soll die Technik und die Forschung gestärkt werden.

Eine im Gemeinderat präsentierte IHS-Studie von Univ.-Prof. Dr. Hans-Joachim Bodenhöfer besagt aber das Gegenteil. Wertvolle Kooperationen, wie sie z. B. mit der HTL Mössingerstraße bestehen, gehen verloren. Laut Bodenhöfer ist auch die Kostenfrage noch nicht geklärt. Bodenhöfer empfiehlt der Stadt, den Übersiedelungsplänen entschieden entgegenzutreten. Dafür plädierte auch Dipl.-Ing. Gerold Fister vom Verein zur Errichtung der Fachhochschule in Klagenfurt. Laut Befragung von Studierenden würde der Großteil von Kärnten nach Graz oder Wien gehen, wenn die Technik von Klagenfurt nach Villach wandern würde.

 

Zusatzantrag

Stadtrat Peter Steinkellner stellte zur Fachhochschuldiskussion einen Zusatzantrag. Dieser sieht vor, dass die Stadt alle rechtlichen Schritte unternehmen soll, wenn es zur Abwanderung kommen sollte. Der Zusatzantrag wurde einstimmig beschlossen. Ebenso auch der von Bürgermeister Christian Scheider gestellte Hauptantrag, in dem sich die Stadt Klagenfurt entschieden gegen die Absiedelung ausspricht und die FH Kärnten und das Land auffordert, die technischen Studiengänge in Klagenfurt nicht nur beizubehalten, sondern auch zu stärken. Vor der Abstimmung gab es noch Plädoyers für den Standort Klagenfurt von Vizebürgermeister Albert Gunzer, Stadträtin Mag. Andrea Wulz und Gemeinderat Philip Kucher (SP).

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