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Volksschule ganztägig

(27.03.2012)
Vzbgm.Dr. Mathiaschitz präsentiert die Rennerschule als ersten Standort für ein neues, ganztägiges Volksschulmodell.
Die Rennerschule (VS8) ist die erste städtische Volksschule in Klagenfurt, in der ab Herbst 2012 auch die so genannte „ganztägige Schulform“ angeboten wird. Bis 16 Uhr können Kinder in der Schule bleiben, nach einer Stunde Bewegung und einem gesunden Mittagessen ihre Hausaufgaben machen, Lesen, das 1x1 üben und haben dann noch Zeit für gemeinsame Freizeit mit ihren Schulkollegen.
„Der Unterschied zum Hort ist, dass auch Eltern, die nicht berufstätig sind, ihre Kinder in die Ganztagsbetreuung geben können“ betont Klagenfurts Schulreferentin Vzbgm. Dr. Maria-Luise Mathiaschitz. Ihr ist es außerdem wichtig, Kindern aus bildungsfernen Schichten Chancengleichheit gewährleisten zu können. Wenn Eltern nicht so gut in der Lage sind, mit ihren Kindern für die Schule zu lernen, haben sie hier mit Pädagogen Gelegenheit, kleine Schwachstellen oder Lernlücken auszumerzen.
Den Freizeit-Teil der Nachmittagsbetreuung wird vom Verein „Kindernest“ gestaltet, die Lernstunde halten Lehrerinnen und Lehrer der Rennerschule.

Immer wieder hatten Eltern gegenüber der Rennerschul-Direktorin Angela Hensel den Wunsch nach ganztägiger Betreuung geäußert. Schulreferentin Mathiaschitz ließ darauf hin eine Bedarfserhebung durchführen: mittler¬weile sind es 50 Kinder, die für die ganztägige Schulform angemeldet wurden und ab Herbst geht es mit zwei Gruppen los. Wichtig ist, ergänzt Schulamtsleiter Mag. Thomas Valent, dass diese Betreuungsform keine Konkurrenz zum Hort darstellt, was in diesem Fall kein Thema ist: denn der Kinderhort Fischl ist in allen Gruppen ausgebucht.
Unterschiede zwischen ganztägiger Schulform und Hort: nur berufstätige Eltern können ihr Kind in einem Hort anmelden. Weiters: in der Schule endet die Betreuung um 16 Uhr (im Hort später) und die ganztägige Schulform gilt nur an Schultagen, nicht an Fenstertagen und in Ferien.

Die Kosten für die ganztägige Schulform sind übrigens sozial gestaffelt. Grundsätzlich kostet ein Monat Ganztagsbetreuung 60 Euro (5 Tage pro Woche) plus 68,45 Euro fürs Mittagessen. Gesamtpreis pro Monat: 128,45 Euro. Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 900 Euro (exklusive Familienbeihilfe) reduziert sich der Beitrag um 50 Prozent auf 30 Euro (plus Essenskosten), bei einem Einkommen zwischen 900 und 1250 Euro bezahlt man 45 Euro (plus Essenskosten).
Eltern müssen ihre Kinder übrigens nicht an allen fünf - mindestens aber an zwei Wochentagen - für die ganztägige Schulvariante anmelden.

„Wir werden dieses Modell jetzt ein Schuljahr lang testen und entsprechend ausbauen, wenn es sich bewährt“, wovon Vzbgm. Dr. Maria-Luise Mathiaschitz überzeugt ist.
Auch in den Volksschulen Welzenegg wird Bedarf an ganztägiger Schulform erhoben und könnte bei ausreichend Anmeldungen schon im Herbst 2013 eingerichtet werden.

 

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