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Zalaegerszeg besucht Klagenfurt

(08.03.2012)
Bgm. Christian Scheider empfängt Delegation aus der ungarischen Partnerstadt Zalaegerszeg. Anlass: die Vernissage von Janos Nemeth!
Anlässlich der Ausstellungseröffnung des ungarischen Künstlers János Németh im Stadthaus ist gestern Nachmittag eine Delegation aus Zalaegerszeg unter der Leitung von Bürgermeister Csaba Gyutai nach Klagenfurt gereist. Bürgermeister Christian Scheider empfing die Gäste aus der ungarischen Partnerstadt Klagenfurts gemeinsam mit Vizebürgermeister Albert Gunzer, Stadtrat Ing. Herbert Taschek und Stadtrat Jürgen Pfeiler im Festsaal des Klagenfurter Rathauses. Scheider hieß Bürgermeister Csaba Gyutai, den Keramik-Künstler János Németh, sowie den Kulturstadtrat und mitgereiste Journalisten aus Zalaegerszeg herzlich in der Kärntner Landeshauptstadt willkommen. „Unsere seit 22 Jahren bestehende Partnerschaft ist eine besonders aktive“, so der Bürgermeister. „Vor allem im kulturellen, sportlichen und touristischen Bereich hat es zahlreiche Begegnungen und Erfahrungsaustausch gegeben, wovon beide Städte viel profitiert haben“.

Zalaegerszegs Stadtchef Csaba Gyutai, der sich für die Freundlichkeit und Gastfreundschaft bedankte, berichtete von der Entstehung eines Technologie- und Innovationszentrums in seiner Stadt und zeigte Interesse an einem Besuch des Lakeside Softwareparks in Klagenfurt, was Bgm. Scheider und Wirtschaftsreferent Vzbgm. Albert Gunzer bei nächster Gelegenheit organisieren wollen.

Anlass des aktellen Klagenfurt-Besuchs ist die Ausstellung von János Németh in der Alpen-Adria-Galerie im Stadthaus. Bis 1. April sind hier „In Lehm geträumte Legenden“ des 78jährigen Künstlers zu sehen. Keramikkunst, die der ungarischen Tradition und Folklore entspricht. „Ich freue mich, dass der in seiner Heimat berühmte Künstler ungarische Kultur nach Klagenfurt bringt“, sagte Vizebürgermeister Albert Gunzer bei der Vernissage im bestens besuchten Stadthaus. Dem Künstler János Németh wurde in seiner Heimatstadt ein eigenes Museum eingerichtet. Hier entstand auch der erste Kontakt zwischen dem Künstler und dem Klagenfurter Kulturreferenten. „Bei einem Besuch in der ungarischen Partnerstadt vor zwei Jahren durfte ich den Künstler bei der Eröffnung einer seiner Ausstellungen kennen lernen und war begeistert von seinen Arbeiten“, erzählt Gunzer, der János Németh noch vor Ort zu einer Ausstellung nach Klagenfurt eingeladen hat.
„Für mich ist es eine große Ehre, meine Kunst und die Kultur meiner Heimat in der Partnerstadt Klagenfurt präsentieren zu dürfen“, freut sich János Nemeth.


János Németh

János Németh wurde 1934 in Zalaegerszeg (Ungarn) geboren.
Seine Familie pflegte im eigenen Betrieb die alte Tradition der Kachelofenmeisterei. Und so kam János Németh schon sehr früh mit Ton- und Keramikkunst in Berührung. Er spielte oft auf dem Gelände der Tongruben des großväterlichen Betriebes, hörte bei den Brennarbeiten die alten Geschichten der Meister und Familienmitglieder und formte schon als kleiner Junge die gesehene, zauberhafte Welt um sich herum in Ton. 

Nach bestandener Matura arbeitete er ein Jahr lang im mittlerweile verstaatlichten Familienbetrieb, bewarb sich mit Erfolg an der Keramikfakultät der Hochschule für Kunstgewerbe in Budapest und studierte dort bei István Gádor und Miklós Borsos bis 1958. Nach Abschluss mit Diplom erhielt er ein Jahresstipendium und kehrte anschließend in seine Heimatstadt zurück. Dort arbeitete er in den 60er Jahren im Kachelofenwerk von Zalaegerszeg als Entwerfer. Seit 1969 ist János Németh als freischaffender Künstler tätig.

János Németh ist ein Vielgereister: wann immer er die Gelegenheit bekam, studierte er in fremden Ländern (Italien, Russland, Rumänien, Australien, Deutschland, der Schweiz, Slowenien) deren kulturelles Erbe.

János Németh verbindet in seiner Kunst Tradition der volkstümlichen Töpferei und Volkskultur seiner Heimat mit ganz eigenen Interpretationen. In seinen figurellen Rundplastiken, Reliefen, Schüsseln, Tafel- und Wandbildern verarbeitet er Themen der Mythologie und der Bibel, Figuren ungarischer Sagen sowie die unendliche Schönheit der Natur.

Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Ungarn, Deutschland, Österreich, Slowenien und Polen sowie Auszeichnungen und Titel (u.a. 1970 Munkácsy-Preis, 1996 Gádor-István-Preis, 1997 Ehrenbürger der Stadt Zalaegerszeg) zeugen von der hohen Anerkennung seiner Werke.

 

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